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Entfernen die Osterdeko: Jakob und Cäcilie Monn aus Wackersberg. 

Märkte

Nach Ostern ist vor Weihnachten

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    Andreas Steppan
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Bad Tölz – Händler sind nach elf Tagen regen Besucherandrangs zufrieden. Die Stadt bereitet derweil schon den Christkindlmarkt vor

Nach dem regen Treiben des Osterwochenendes herrschte gestern Aufbruchsstimmung am Ostermarkt: Die Standbetreiber verstauten ihre Waren in Autos, montierten die Deko ab und fegten noch mal durch, damit der Bauhof die Buden abtransportieren kann. Zeit für eine Bilanz.

Jakob und Cäcilie Monn ziehen die letzten Tackernadeln aus dem Holz und sind zufrieden. „Der Ostermarkt ist nicht vergleichbar mit Weihnachten, aber uns geht es auch mehr darum, gesehen zu werden und Kontakte mit unseren Kunden zu pflegen“, sagen sie. Und das konnten die Fellverkäufer aus Wackersberg. „Leute und Interesse waren da.“

Auch Bianca Zettner, die Handspieltiere vertreibt, lobt die „gute Besucherzahl“. Besonders an Palmsonntag und am Osterwochenende sei viel Betrieb in der Marktstraße gewesen, sagt Anja Meister vom Stand mit Windspielen und Dufthölzern aus Trier. „Ich kann nicht klagen.“

Manuel Pehlke räumt am Stand "Schwäbische Dünnele" zusammen.

Obwohl der Ostermarkt heuer statt 17 nur 11 Tage geöffnet hatte, lief der Verkauf der „Schwäbischen Dünnele“ etwas besser als im Vorjahr. „Vielleicht gab es ein bisschen weniger Imbissstände“, vermutet Mitarbeiter Manuel Pehlke. Ohnehin sei die komprimierte Verkaufszeit von Vorteil, finden die Monns. „Die Leute kommen gezielter, und beginnt man zu früh, ist Ostern noch zu weit weg.“

Auch die frühlingshaften Temperaturen könnten das Geschäft am Ostermarkt gefördert haben. „Das Wetter war super“, findet Anja Meister. Damit war Josef Lindner von „Beauty & Wellness Tirol“ ebenfalls zufrieden. Allerdings bewertet er die Nachfrage am Ostermarkt eher als mittelmäßig. „Vielleicht war Ostern heuer einfach zu früh“, sagt der Schlierseer.

Josef Lindner will seine Naturkosmetik im nächsten Jahr trotzdem wieder anbieten. Dann löst die Stadt die Aktiven Tölzer als Marktbetreiber ab. Damit hat jedoch keiner der befragten Standmieter ein Problem. „Die Stadt hat sich sehr bemüht“, findet Cäcilie Monn. Auch „Schwäbische Dünnele“ wird es wieder geben. „Wir kommen allgemein sehr gerne nach Bad Tölz“, sagt Pehlke.

In der Tölzer Tourist-Info gilt derweil das Motto: Nach dem Ostermarkt ist vor dem Christkindlmarkt. Die Vorbereitungen laufen laut Kurdirektorin Brita Hohenreiter auf Hochtouren. Die Stadt habe als neuer Veranstalter zunächst bei allen Standbetreibern nachgefragt, ob sie auch unter den veränderten Vorzeichen wieder dabei seien. „Nur einer hat abgesagt – das aber offenbar aus anderen Gründen“, sagt Hohenreiter. Jetzt müsse die Tourist-Info noch eine Marktsatzung ausarbeiten. „Darin wird der komplette Marktablauf geregelt, von der Reinigung der Hütten bis zur Beschriftung und dem Verbot, Hütten unterzuvermieten.“ Ein besonders wichtiger Punkt: ein Kriterienkatalog für die Auswahl der Händler. Denn es gibt regelmäßig mehr Bewerber als Stände. Dann spielt laut Hohenreiter zum Beispiel die Regionalität eine Rolle. Die Satzung, die dann ebenfalls für den Ostermarkt gilt, werde den Stadträten in der nächsten Bauausschuss-Sitzung am Dienstag, 5. April, vorgelegt.

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