1 von 5
Beeindruckende Kulisse: In der Sixtinischen Kapelle gab der Tölzer Knabenchor unter der Leitung von Christian Fliegner ein Konzert
2 von 5
Von Angesicht zu Angesicht traf der Knabenchor Papst Franziskus.
3 von 5
In der Sixtinischen Kapelle.
4 von 5
Gruppenfoto mit Erzbischof Georg Gänswein.
5 von 5
Im Peterdsom.

Nach Auftritten in Sixtinischer Kapelle und auf dem Petersplatz

Papst dankt dem Knabenchor auf Deutsch

  • schließen

Ein persönliches Lob von Papst Franziskus: Das war der Höhepunkt der jüngsten Reise des Tölzer Knabenchors nach Rom. Die Fahrt, die auch sonst reich an unvergesslichen Eindrücken war, ist schon jetzt in die Geschichte des Ensembles eingegangen.

Bad TölzEin Foto, das vor wenigen Tagen auch im Tölzer Kurier abgedruckt war, zeigt Papst Franziskus, der lächelnd und gestikulierend vor Sängern und den Leitern des Tölzer Knabenchors steht. Was hat das Oberhaupt der katholischen Kirche den Buben da gesagt? Chor-Geschäftsführerin Barbara Schmidt-Gaden lüftet im Gespräch mit dem Tölzer Kurier das Geheimnis: „Er hat Deutsch mit uns gesprochen und sagte: ,Bravissimi! Ihr habt sehr gut gesungen, es hat mir sehr gut gefallen.‘“

Zu der Begegnung war es am vergangenen Donnerstag gekommen. Am Morgen hatte der Tölzer Knabenchor vor dem vielleicht größten Publikum seiner Geschichte gesungen: Vor etwa 100 000 Gläubigen auf dem Petersplatz gestaltete das Ensemble zusammen mit dem Sixtinischen Chor einen Gottesdienst zum römischen Patronatsfest Peter und Paul.

Zu Gesicht bekamen die vielen Zuhörer den Knabenchor dabei allerdings nicht. „Der Chor befand sich in einer Vorhalle des Petersdoms“, berichtet Schmidt-Gaden. Von dort sei der Gesang auf den Petersplatz übertragen worden. Die Tochter des Chorgründers Gerhard Schmidt-Gaden zeigt sich beeindruckt von der enormen Timing-Leistung, die für so einen Gottesdienst nötig ist. „Alles muss ja über enorme Distanzen hinweg koordiniert und abgestimmt werden.“ Es sei zwar einerseits schade, dass die Knaben selbst den Gottesdienst nicht mitverfolgen konnten. „Aber das Gute war, dass wir an unserem Platz gut geschützt waren, denn auf dem Petersplatz hatte es sicher 35 bis 40 Grad.“

Ob es danach noch zu einer persönlichen Begegnung mit dem Papst kommen würde, war zunächst unklar. „Wir haben Erzbischof Georg Gänswein gesagt, dass den Kindern sehr viel an einem Foto mit dem Papst liegt. Aber er konnte nur sagen, dass er sein Bestes versucht.“ Gänswein ist Präfekt des Päpstlichen Hauses. Tatsächlich kam es dann etwas später, nach dem Angelus-Gebet zum Treffen vor dem Domus Sanctae Marthae, dem derzeitigen Wohnquartier des Papstes. „Franzsikus hat uns geweihte Rosenkränze geschenkt“, berichtet Schmidt-Gaden. Der Chor habe spontan das Lied „Gott hat alles recht gemacht“ angestimmt.

Das kurze Gespräch mit dem Papst war laut Schmidt-Gaden der „krönende Abschluss“ einer Reise, die den Teilnehmern noch mehr unvergessliche Momente beschert hatte. Allein schon die Proben: „Wir hatten das große Privileg, den Petersdom ganz ohne andere Gäste und Touristen erleben zu dürfen“, berichtet die Chor-Geschäftsführerin. Denn der Dom war für die Vorbereitung des Patronatsfestes zwei Tage für die Öffentlichkeit geschlossen.

Vor allem aber stach das Konzert heraus, das der Knabenchor gemeinsam mit dem Päpstlichen Chor der Sixtinischen Kapelle gab – in eben der beeindruckenden Kulisse der Sixtinischen Kapelle, vor viel geladener Prominenz, darunter viele Kardinäle und Bischöfe. „Das war einmalig, die Akustik war phänomenal“, schildert Schmidt-Gaden. „Da bekommt man schon eine Gänsehaut, wenn die Buben dort singen.“ Die Kinder selbst seien in diesem beeindruckenden Umfeld „so was von brav und ehrfüchtig gewesen“, sagt sie lachend.

Kein Wunder, dass von den jungen Sängern als Rückmeldung auf die Reise „pure Begeisterung“ kam. „Viele haben gesagt, das war das Schönste, was sie je erlebt haben. Ich glaube, davon zehren die Kinder ein Leben lang.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

Gaißach
Der Gaißacher Festtag aus der Vogelperspektive
Der Festgottesdienst am Feldaltar, der Kirchenzug und der anschließende historische Festzug: Wie Gaißach am Sonntag sein 1200-jähriges Bestehen feierte, das war aus …
Der Gaißacher Festtag aus der Vogelperspektive
Gaißach
Gaißach: Prächtiger Festzug zum Ortsjubiläum
Bei schönstem Wetter erlebte Gaißach dem Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Bestehen des Ortes: den großen historischen Festzug.
Gaißach: Prächtiger Festzug zum Ortsjubiläum
Bad Tölz
Diese Schäden richtete das Unwetter im Tölzer Land an
Zahlreiche umgeknickte Bäume, Probleme im Straßen- und im Zugverkehr, aber zum Glück keine Verletzten: Das ist die Bilanz des Unwetters in der Nacht zum Samstag. Die …
Diese Schäden richtete das Unwetter im Tölzer Land an
Tölz-Live
1200 Jahre Gaißach: Festgottesdienst im Freien
1200 Jahre Gaißach: Festgottesdienst im Freien

Kommentare