Die beliebte „Ratschkathl“ und andere Marionetten aus dem Tölzer Theater kann man ab sofort für eine private Video-Botschaft buchen.
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Die beliebte „Ratschkathl“ und andere Marionetten aus dem Tölzer Theater kann man ab sofort für eine private Video-Botschaft buchen.

Neues Angebot im Lockdown

Tölzer Marionettentheater lässt Puppen mit persönlicher Grußbotschaft sprechen

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Auch die Spieler des Tölzer Marionettentheater sind derzeit zum Nichtstun verdammt – und darüber traurig. Albert Maly-Motta, einer der beiden Theaterchefs und bekanntermaßen ein Technik-Freak, hat eine neue Idee ausgetüftelt.

Bad Tölz – Auf Wunsch wird ein persönliches Video mit einer Figur aufgenommen und versendet. „Ich denke an besondere Grüße zu Weihnachten, zum Geburtstag, für Firmen- oder Familienfeiern“, sagt der Theatermacher. Auf die Idee gekommen ist er durch die Anfrage einer treuen Besucherin. „Sie wünschte sich vor ein paar Wochen für eine Freundin, die ihren 60. Geburtstag gefeiert hat, ein Video mit der ,Tölzer Ratschkathl‘“, berichtet Maly-Motta. Die Frau schrieb ihm auch einen Text dazu, es waren humorvolle Worte und besondere Wünsche für die Freundin. Maly-Motta drehte dann das Video, das knapp zehn Minuten lang ist. Das Geschenk kam gut an.

Der Theatermacher bietet das nun allgemein an. „Wir haben ja einige Figuren, die sich dafür eignen“, sagt er in Bezug auf den „Brandner Kaspar“, diverse Figuren aus Opern – etwa von Mozart – oder mit Blick auf die vielen Märchen-Marionetten, die vor allem Kinder lieben.

Der Dreh geschieht dann nach Absprache, der Kostenaufwand bewegt sich zwischen 200 und 400 Euro. „Zur Vorbereitung bräuchte ich ein, zwei Wochen“, sagt Maly-Motta. Sinnvoll wäre es, einen Text oder Stichpunkte selbst zu formulieren. Das „Ratschkathl“-Video war ohne Musik. „Hier müssen wir ohnehin aufpassen wegen Gema-Gebühren“, sagt Maly-Motta. Es sei aber kein Problem, wenn jemand selbstgemachte Musik mitliefere.

Maly-Motta fertigt dann das Video und stellt es per Google-Drive zur Verfügung. „Dann kann man es sich runterladen und speichern und natürlich so oft anschauen, wie man möchte.“

Der zweite Lockdown, sagt der Künstler, treffe das Tölzer Marionettentheater härter als der erste. „Im Herbst und vor Weihnachten sind wir normalerweise jeden Tag im Theater. Das ist unser Hauptgeschäft.“ Dank Unterstützung der Stadt Bad Tölz könne man weiter bestehen. Die beiden Chefs arbeiten derweil an einer neuen Produktion. „Wenn wir wieder aufmachen dürfen, wollen wir damit startklar sein.“  müh

Kontakt: Wer Interesse an einem Video kann, kann sich mit Karlheinz Bille unter Telefon 0172/8 60 90 67 oder Albert Maly-Motta unter Telefon 0 82 50/71 06 in Verbindung setzen.

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