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Für das Personalwohnheim an der Tölzer Schützenstraße hat der Asklepios-Konzern große Pläne.

Großprojekt an der Schützenstraße

Personalwohnheim am Krankenhaus in Bad Tölz: Asklepios hofft auf zeitnahen Baubeginn

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Bis zu 188 neue Wohneinheiten für Pflegepersonal und andere Interessierte, die gerne mieten wollen: Genau das soll an der Schützenstraße in Bad Tölz entstehen. 

Bad Tölz– Der Asklepios-Konzern will im ersten Quartal 2020 den Bauantrag für die Sanierung seines Personalwohnheims und den Neubau eines zweiten Gebäudes einreichen. „Wir hoffen, nach der finalen Genehmigung dann zeitnah mit dem Bau beginnen zu können“, erklärt Asklepios-Sprecher Christopher Horn auf Anfrage des Tölzer Kurier zum Stand des Großprojekts.

Öffentlich war von dem Personalwohnheim zuletzt im März die Rede, als die Planungen im städtischen Bauausschuss vorgestellt wurden. Zwei Tage später gab es damals auch eine Informationsveranstaltung für die derzeitigen Mieter. „Mittlerweile liegt uns ein positiver Bauvorbescheid vor“, so Horn. Auch das Landratsamt hat demzufolge Zustimmung signalisiert. Die ursprüngliche Hoffnung, noch heuer die Baugenehmigung auf dem Tisch zu haben und im Frühjahr loszulegen, hat sich aber offenbar nicht erfüllt.

Asklepios plant zwei jeweils fünfgeschossige Gebäude mit insgesamt 188 Wohneinheiten

An dem Vorhaben selbst hat sich nichts verändert. „Geplant sind weiterhin zwei jeweils fünfgeschossige Gebäude mit insgesamt maximal 188 Wohneinheiten“, sagt Horn. Der kernsanierte Altbau soll 120 Personalwohnheimzimmer beherbergen, die jeweils 27,5 Quadratmeter groß sind. Im Neubau, der parallel zum bestehenden Gebäude an der Schützenstraße errichtet werden soll, sind 68 Apartments vorgesehen. Laut Horn wird es Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 50 bis 56 Quadratmetern sowie Drei-Zimmer-Wohnungen in einer Größe von 65 bis 72 Quadratmetern geben.

In die beiden Häuser dürfen übrigens nicht nur Mitarbeiter der Asklepios-Stadtklinik einziehen, ein Teil des Wohnraums soll auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. „Der Vorbescheid sieht vor, dass ein Teil der Kapazitäten auch an externe Interessenten vermietet werden kann“, erklärt der Konzernsprecher.

„Bezahlbarer Wohnraum in Gehweite zum Arbeitsplatz“ 

Vom Tisch ist unterdessen der zwischenzeitlich angedachte Bau eines viergeschossigen Parkhauses im Norden des Geländes. Dazu Horn: „Die für die derzeit genehmigte Variante erforderlichen Stellplätze können auf dem Gelände auch ohne den Bau eines Parkdecks nachgewiesen werden.“

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Asklepios verfolgt mit dem Projekt nach eigenen Angaben das Ziel, seinen Mitarbeitern „bezahlbaren Wohnraum in Gehweite zum Arbeitsplatz“ anbieten zu können. Im jetzigen Gebäude, das aus den 1960er-Jahren stammt, gibt es 53 Wohnheimzimmer für das Personal. Das Gebäude ist aber in die Jahre gekommen und marode. Der Konzern entschied sich für die „große Lösung“.

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Nun soll zuerst das zweite Gebäude errichtet werden. „Sobald dieses steht, wird das bestehende Gebäude in den Rohbauzustand zurückgeführt, komplett saniert, wieder aufgebaut und mit dem Neubau verbunden“, erklärt Horn. „Mit dem Neubau und der anschließenden kompletten Sanierung des alten Gebäudes möchten wir unseren Mietern einen reibungslosen und nahtlosen Umzug von einem in das andere Gebäude ermöglichen.“

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