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Der Tölzer Pfarrverband übernimmt für einige Monate die seelsorgerische Versorgung von St. Jakob in Lenggries.

Josef Kraller erkrankt 

Pfarrei Tölz hilft Monate in Lenggries aus

Der Lenggrieser Pfarrer Josef Kraller ist seit einigen Wochen schwer erkrankt. Bis zur völligen Genesung wird der Tölzer Pfarrverband einige Monate auch Lenggries übernehmen. Das hat weitreichende Konsequenzen.

Bad Tölz/Lenggries – Der 63-jährige Pfarrherr von Lenggries, Josef Kraller, ist an der echten Grippe (Influenza) mit Komplikationen schwer erkrankt und wird mit Sicherheit längere Zeit ausfallen. Bis zur völligen Gesundung und Herstellung seiner Leistungsfähigkeit wird deshalb die Tölzer Pfarrei Lenggries übernehmen. Das sei aber nur vorübergehend und maximal bis zum Ende des Schuljahres gedacht, fasste am Freitag der Tölzer Stadtpfarrer Peter Demmelmair die Ergebnisse eines Gesprächs mit dem Ordinariat zusammen.

Sollte bis Jahresmitte keine Besserung des Gesundheitszustands bei Josef Kraller eintreten, werde die Pfarrstelle neu ausgeschrieben.

Warum Tölz? Die Nachbarpfarreien seien alle personell ausgelastet, sagte Demmelmair. In Tölz habe er unter anderem mit Kaplan Benjamin Biehl eine Teamsituation und traue sich in diesem Notfall die Aushilfe zu. Das Ordinariat in München habe ihm zudem zugesichert, dass ihm zum Beispiel mit einem Ruhestandspfarrer unter die Arme gegriffen werde.

Auch wenn es sich „nur“ um drei bis vier Monate handeln soll, sind die Folgen dieser Aushilfe durchaus weitreichend. Das Glück an Lenggries sei, dass es sich um eine filiallose Einzelpfarrei handele, sagt Demmelmair. Gleichwohl müsse er schauen, wo – natürlich zunächst in Lenggries – Einsparpotenzial beim Gottesdienst-Angebot sei. Da herrschten oft noch alte Strukturen aus den guten personellen Zeiten der 1970er- oder 80er-Jahren. So könne es sein, dass Abendmessen wegfallen. Auch das Gottesdienstangebot in der Tölzer Franziskanerkirche steht nicht das erste Mal gedanklich zur Disposition.

Neben der zugesagten Aushilfe aus München hofft Peter Demmelmair so wie die vergangenen Wochen auch auf die personelle Unterstützung innerhalb des Dekanats. Er kann sich auch vorstellen, dass Priester aus der Sonderseelsorge (etwa Krankenhäuser) aushelfen. „Wenn wir alle den Turbo einschalten, wird es irgendwie gehen.“

Bis Josefi (19. März), so sagt Peter Demmelmair, ist der Gottesdienstplan innerhalb des Dekanats ohnehin schon ausgearbeitet worden. So wird am Samstag um 18 Uhr (nicht wie sonst 19 Uhr) der Vorabendgottesdienst von Pfarrer Josef Beheim gehalten. Den Sonntagsgottesdienst um 10.30 Uhr übernimmt Dekan Mario Friedl aus Königsdorf.

Nächste Woche am Mittwoch wird das Regionalseelsorgeteam Süd nach Lenggries kommen und mit Vertretern der Kirchenverwaltung und der neuen Verwaltungsleiterin Andrea Fahrner, die seit Oktober im Amt ist, über die Vertretungsregelung sprechen.

Von Christoph Schnitzer

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