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Das Zusammenwirken vieler Akteure, um Flüchtlinge in Arbeit zu bringen, erklärte Sozialplaner Armin Ebersberger bei einer Veranstaltung im Oktober.

Zwischenbilanz

Pilotprojekt bringt erste Flüchtlinge in Jobs

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Bad Tölz - „Arbeit für Migranten“, eine Initiative von Stadt, BRK und „Tölzer Coaches“, nimmt langsam Schwung auf

Zwei Syrer und ein Eritreer sind in Lohn und Brot. Das sind aktuell die konkreten Ergebnisse des von der Stadt initiierten Projekts „Arbeit für Migranten“. „Ich bin positiv überrascht, wie gut es anläuft“, erklärt Rita Knollmann vom BRK-Mehrgenerationenhaus (MGH). „Das darf jetzt nicht abreißen.“

Wie berichtet hatten Sozialplaner Armin Ebersberger und City-Manager Falko Wiesenhütter Mitte Oktober in einer Info-Veranstaltung für das Pilotprojekt geworben. Darin führen sie diverse Akteure zusammen: Flüchtlinge, die motiviert und in der Lage sind, einen Job oder eine Ausbildung anzugehen; Arbeitgeber, die offen sind, Flüchtlinge zu beschäftigen; dazu die „Tölzer Coaches“, die beiden Seiten bei etwaigen Alltagsproblemen beratend zur Seite stehen; und das MGH, das über den Helferkreis und eine vom Bund finanzierte Stelle (sechs Stunden/Woche) die Fäden zusammenführt.

Zahlenmäßig waren die Ziele nicht hoch gesteckt. Würden sich fünf Paarungen von Arbeitgebern und Flüchtlingen zusammenfinden, so hieß es, könne man das Projekt starten. Jetzt sagt Knollmann: „Wir sind mittendrin im Projekt.“

Nach der Infoveranstaltung im „WeltRaum“ dauerte es ein wenig. Doch nach und nach tröpfelten doch einige Rückmeldungen von Arbeitgebern ein – vom Handwerksbetrieb bis hin zum Privathaushalt. Acht Stellenangebote liegen laut Knollmann mittlerweile vor. In besagten drei Fällen haben sich daraus Festanstellungen ergeben. Bei den drei frisch angestellten Männern, die jetzt in Vollzeit arbeiten, handelt es sich laut Knollmann um erwachsene Familienväter. Sie üben Helfertätigkeiten aus. Die Begleitung durch „Tölzer Coaches“ sei in diesen Fällen aktuell noch nicht nötig. „Die Arbeitgeber wissen aber, dass sie sich jederzeit melden können, wenn sie Unterstützung brauchen. Die Coaches stehen parat.“

Etwas schwieriger gestalte sich die Sache, wenn es um Lehrstellen geht, so die MGH-Chefin. Als Kandidaten für eine Ausbildung hätten die Familienpaten des Helferkreises aktuell Erwachsene im Alter zwischen 30 und 40 Jahren genannt. Das allein sei noch kein Problem. „Wir sind in Kontakt mit der Berufsschule, und dort laufen durchaus auch Ältere in den Klassen mit.“ Voraussetzung für den Besuch der Berufsschule sei allerdings ein nachgewiesenes Sprachniveau von B 1 oder B 2. „Und selbst wenn man das hat, stellt oft das Fachvokabular eine Hürde dar. Ein ,Widerstand‘ in der Elektrotechnik ist eben etwas ganz anderes als in der Sozialkunde“, nennt Knollmann ein Beispiel.

So zeige die Praxis immer wieder neue Problemfelder auf, auf die man zu reagieren versuche. Aktuell etwa suche man ehrenamtliche Deutsch-Lehrer, die speziellen Fachsprachen-Unterricht erteilen.

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