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Ein Blick in ferne Welten : Die Vorführungen von „Der Sternhimmel über Bad Tölz“ werden von den Zuschauern gut angenommen.

Planetarium: Betreiber zieht erfolgreiche Bilanz

Unendliche Weiten mitten in Tölz

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Gut drei Jahre ist es her, dass in Bad Tölz das Planetarium eröffnete. Weil es sich von anderen unterscheidet, ist es ein voller Erfolg.

Bad Tölz– „Absolut.“ Das ist die Antwort von Albert Maly-Motta auf die Frage, ob sich die Eröffnung des Tölzer Planetariums vor drei Jahren gelohnt habe. „Wir sind zufrieden mit den Besucherzahlen.“ Der Marionettentheater-Chef und Hobby-Astronom hatte der Stadt 2009 empfohlen, ein gebrauchtes Zeiss-Gerät zu erwerben. Im Februar 2014 empfing das Planetarium seine ersten Besucher.

„Wir haben viele Vorführungen für Privatleute oder auch Schulklassen“, sagt Maly-Motta. „Von den Schulen könnten es aber noch mehr sein. Die haben uns noch nicht so richtig entdeckt.“ Wer die „Basics“, so Maly-Motta, kennenlernen möchte, für den ist die Veranstaltung „Der Sternhimmel über Bad Tölz im Wandel der Jahreszeiten“ das Richtige. Zudem werden im Planetarium Vorträge von Franz Xaver Kohlhauf angeboten. „Er zeigt zum Beispiel die Galaxien, die man mit bloßem Auge nicht erkennt“, sagt Maly-Motta. „Die Veranstaltungen funktionieren und kommen gut an.“

Anfangs sei er skeptisch gewesen, ob das Planetarium wohl angenommen würde. „Denn wir haben nichts von dem, was andere haben, keine Fulldome-Projektion, eine begrenzte Multimedia-Ausstattung.“ Genau das scheint aber den Reiz für die Besucher auszumachen. „Die Leute kommen gerne, weil es bei uns keine aufgezeichneten Programme gibt. Wir beantworten Fragen noch direkt. Das gibt es fast nirgends mehr.“

Das Planetarium wird nicht nur für Sternenvorführungen genutzt. Es diente beispielsweise der ZDF-Sendung „Leschs Kosmos“ als Schauplatz für den Dreh des Vorspanns. „Die haben von 8 bis 20 Uhr gefilmt“, berichtet Maly-Motta. „Am Ende war das Planetarium drei bis vier Sekunden zu sehen.“

Fast ausverkauft ist die Lesung der „Bayerischen Weltgeschichte“ am 19. Mai mit Klaus Wittmann. „Ein weiteres Standbein“, sagt Maly-Motta. Die Reime werden gesprochen, drei Sängerinnen sorgen für die musikalische Umrahmung, dazu werden Bilder in die Kuppel projiziert.

In der Babypause befindet sich dagegen Stephanie Schwarz. Die Harfenistin aus Wackersberg spielte einige Konzerte im Planetarium, dazu wurden Bilder gezeigt. Die ursprünglich bei der Eröffnung angedachten „Sternensitzungen“ wurden hingegen bislang nicht angeboten. Eine Idee wäre etwa eine mehrere Abende dauernde Reise durch das Sonnensystem gewesen. „Es kann sein, dass wir das noch einmal ausprobieren“, meint Maly-Motta.

Aber auch so hat er noch genügend Ideen für die Zukunft. So will er Puppentheater und Planetarium verknüpfen und eine „Show mit Aliens“ anbieten: Eine Aufführung unter der Kuppel mit schwarz gekleideten Puppenspielern und leuchtenden Figuren. „Es ist noch nichts Konkretes, aber das würde uns reizen.“ Im Herbst ist ein Vortrag eines Astronomen geplant, der am neuen Space-Teleskop mitgearbeitet hat. „Wir sind voller Pläne“, sagt Maly-Motta.

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