Im Zusammenhang mit den Kontrollen weist das Präsidium darauf hin, dass das Motorradfahren derzeit den Corona-Einschränkungen unterliegt.
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Im Zusammenhang mit den Kontrollen weist das Präsidium darauf hin, dass das Motorradfahren derzeit den Corona-Einschränkungen unterliegt.

Kontrollen

Polizisten stoppen lärmende Biker: Statt maximal 91 gleich 113 Dezibel

  • Stefanie Wegele
    vonStefanie Wegele
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Die frühlingshaften Temperaturen lockten zahlreiche Motorradfahrer auf die Straßen. Das rief die Kontrollgruppe Motorrad des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf den Plan. Die Polizisten dieser Einheit – die auch für die Kontrollen am bei Bikern so beliebten Kesselberg zuständig sind – zogen daher ihren Saisonauftakt vor.

Bad Tölz - So stoppten die Beamten bereits vergangene Woche unter anderem einen Harley-Fahrer (69) aus dem Kreis Bad Tölz. Schon als der Biker am Sudelfeld ankam, stellten die Polizisten fest, dass die Harley-Davidson zu laut ist. Die Ursache: Das Motorrad war mit einem Sportauspuff mit mechanisch manuellem Klappensystem ausgerüstet. Diese Auspuffanlagen sind hierzulande jedoch nur im geschlossenen Zustand zulässig. Da der Fahrzeugführer nach Angaben der Polizei die Geräusche seines Bikes aber allen zugänglich machen wollte, fuhr er mit geöffneter Klappe. Noch lauter wurde das Ganze durch einen Sportluftfilter.

Der 69-Jährige durfte ebenso wenig weiterfahren wie ein 39-Jähriger aus dem Landkreis Miesbach. Dieser fiel auch durch eine übermäßige Geräuschentwicklung auf. Neben einer illegalen Auspuffanlage stellten die Beamten zahlreiche weitere technische Mängel fest. Sie stellten das Motorrad sicher und gaben es einem Sachverständigen. Eine Messung ergab ohrenbetäubende 113 statt der zulässigen 91 Dezibel. Neben einem nicht unerheblichen Bußgeldbescheid kommen auf den Fahrzeughalter erhebliche Kosten für die zulassungskonforme Instandsetzung zu.

Im Zusammenhang mit den Kontrollen weist das Präsidium darauf hin, dass das Motorradfahren derzeit den Corona-Einschränkungen unterliegt. Sprich, die Wohnung darf nur bei Vorliegen triftiger Gründe verlassen werden. Dazu zählen reine Spritztouren, bei denen der Ausflugscharakter im Vordergrund steht, nicht.  

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