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Fotos, Kaffee oder doch ein Tisch? Besucher des Pop-Up-Stores am Amortplatz finden eine bunte Palette an Angeboten – bis zum 14. Juli ist geöffnet.

In ehemaligen Räumen von „Trachten Kirner“

Pop-up-Store am Amortplatz eröffnet: Ein Geschäft, 17 Anbieter

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Der erste Pop-Up-Store in Bad Tölz hat seine Türen geöffnet. Bis 14. Juli werden nun 17 Kreativschaffende im ehemaligen Trachtengeschäft am Amortplatz ihre Produkte präsentieren oder Dienstleistungen anbieten.

Bad Tölz– Die Palette ist breit gefächert: Schmuck, Mandalas, umgebaute Industrielampen, Wollprodukte, T-Shirts, Accessoires aus Dirndl-Stoff. Außerdem bieten zwei Schreiner Tische und Hornschlitten an. Für eine neue App, die Gesundheitsdaten erfasst, sucht ein Anbieter Testpersonen. Eine Frau bietet ihre Make-Up-Dienste an. Keramik und Kunst, Körbe, Taschen und weiteres aus wiederverwerteten Materialien, einen neuen Kaffee und einen speziellen Tischgrill findet man im Pop-Up-Store, zudem noch Bier und Fotos.

„Für Tölz ist das ein guter neuer Schritt“, sagte Zweiter Bürgermeister Andreas Wiedemann am Mittwoch bei der Eröffnung. „Der Standort des Hauses ist ein Knotenpunkt, eine Verbindung zwischen Altstadt und Badeteil.“ Der Pop-Up-Store bringe Leben rein und sei die ideale Möglichkeit für Kreativschaffende, den Markt auszuloten. Wie berichtet, hat sich seit der Schließung des Trachtengeschäfts bislang keine neue Nutzung ergeben.

In Geretsried sei ein ähnliches Projekt ebenfalls erfolgreich gewesen, sagte Wirtschaftsförderer Andreas Ross. „Das Format findet immer mehr Fans. Es ist eine ideale Zwischenlösung.“ Das Schlimmste für eine Stadt seien leere Schaufenster.

Auch die Metropolregion München ist mit an Bord. „Wir wollen das Thema der Kultur- und Kreativwirtschaft in die Regionen bringen“, sagte Wolfgang Wittmann. „Wir hoffen, dass das Tölzer Beispiel Nachahmer findet.“ Die Kultur-und Kreativschaffenden seien eine bedeutende Wirtschaftsbranche, sagte auch Christina Schepper-Bonnet vom Kompetenzteam Kultur- und Kreativwerkstatt in München. „Die Branche ist sehr kleinteilig und braucht gerade daher Unterstützungsangebote.“ Der Pop-Up-Store sei ein guter Experimentierraum.

In den nächsten vier Wochen ist der Pop-Up-Store von Donnerstag bis Samstag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. 

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