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Die Vertreter der fünf Gartenbauvereine nahmen den Umweltpreis entgegen. Mit ihnen freuten sich Wolfram Vaitl (li., Präsident des Landesverbands), Eva Bichler-Öttl (2. v. li., Managerin des Biodiversitäts-Projekts) und Landrat Josef Niedermaier (4. v. li.). Die Vereine vertraten Wolfgang Demmel, Winfried Schmitt, Bernhard Schmid und Isabella Lenz (Benediktbeuern), Katharina und Christian Demmel aus Königsdorf, Irene Grünwald und Florian Disl aus Eurasburg, Inge Buchner und Richard Haller aus Egling sowie Maria Schön und Othmar Winterling aus Beuerberg.

Umweltpreis im Landratsamt verliehen

Preisgekrönte Obstpresser

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Der Umweltpreis des Landkreises wurde am Mittwochabend verliehen. Preisträger sind fünf Gartenbauvereine.

Bad Tölz – „Regional erzeugen, regional verbrauchen.“ Wer könnte diesen Grundsatz wohl besser repräsentieren als die Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis, die mit ihren Obstpressen einen wertvollen Beitrag zur Verwertung gesunder Lebensmittel leisten. Am Mittwochabend wurde im Tölzer Landratsamt im Rahmen eines Festakts den Vereinen aus Benediktbeuern, Beuerberg, Egling, Eurasburg und Königsdorf der Umweltpreis 2019 des Landkreises überreicht.

„Alles, was in Sachen Umwelt bei uns Rang und Namen hat, ist heute hier vertreten“, freute sich Landrat Josef Niedermaier in seiner Eröffnungsrede im voll besetzten großen Sitzungssaal. Derzeit sei das Thema Umwelt omnipräsent, „aber wir haben unseren Umweltpreis bereits 1993 erstmals verliehen. Darauf sind wir schon ein bisserl stolz“, erklärte er.

Es war der Jahrhundertsommer 2018, der auch der Region eine überwältigende Apfelernte bescherte. Bei den Obstpressen der fünf Vereine mit ihren zahlreichen ehrenamtlichen Helfern herrschte über Wochen Hochbetrieb. So habe es diesmal für die Jury gar keine Frage gegeben, diese fünf Vereine für den Umweltpreis auszuwählen. Niedermaier betonte, dass das Obstpressen eine sehr lange Tradition hat: „Die Leute wussten früher schon, was man aus Obst alles machen kann, vom Saft über die Marmelade bis hin zum Schnaps.“

Voll besetzt war der Sitzungssaal des Landratsamts bei der Verleihung des Preises am Mittwochabend.

„Die Gartenbauvereine leisten mit ihrer Arbeit einen großen Beitrag zum Erhalt der Streuobst-Wiesen und damit zum Erhalt unserer Landschaft“, betonte Eva Bichler-Öttl in ihrem Festvortrag. Sie leitet ein Biodiversitäts-Projekt, das sich mit seltenen Birnen- und Apfelsorten in den Landkreisen am nördlichen Alpenrand beschäftigt (wir berichteten). 647 Äpfel- und 286 Birnensorten seien von den ursprünglichen rund 2300 Apfel- und 1700 Birnensorten hier noch bekannt. Davon seien bislang im Oberland 130 Apfel- und 33 Birnensorten sicher bestimmt worden. „Unser Ziel ist es, unbekannte und seltene Sorten als kulturelles Erbe der Region zu erhalten“, erklärte die Projektmanagerin. Zudem werde auch versucht, besondere Obstarten wieder zu verbreiten. Dazu soll in jedem Landkreis ein Schau- und Erhaltungsgarten eingerichtet werden.

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Wolfram Vaitl, Präsident des Landesverbands für Gartenbau und Landespflege, hielt die Laudatio auf die Preisträger. Laut Statistik liegt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch bei 21 Kilo Äpfel und 2,6 Kilo Birnen. „Die Vereine erhalten eine ursprüngliche Verwertungsart und geben den Bürgern zudem die Möglichkeit, ihr eigenes Obst in Form von Saft anhaltend lagern zu können.“ Dadurch würden auch Obstbäume im eigenen Garten wieder mehr wertgeschätzt. Vaitl: „Mit eurer Arbeit helft ihr den Menschen in der Region. Ich bin stolz auf euch.“

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