+
Ideen für die Isar: 13 Montessori-Schüler haben die Isarpromenade überplant und damit einen Preis gewonnen. An dem Projekt arbeiteten unter anderem (v. li.) Leon Werner (16), Florian Hoppe (16), Rene Menzler (17) und Maxi Öttl (14) mit.

Montessori-Schule

Projektgruppe belegt vierten Platz bei Jugend-Wettbewerb

  • schließen

Bad Tölz – Sitzgelegenheiten, eine Bühne und ein Volleyballfeld wünschen sich 13 Schüler der Montessori-Schule für die Isarpromenade. Diese Visionen haben sie in einem Modell festgehalten, bei einem Wettbewerb des Bildungsministeriums eingereicht und damit den vierten Platz belegt.

„Die Schüler waren sehr motiviert dabei, ich freue mich sehr für sie“, sagt Inka Sauerwein. Die Lehrerin hat die Projektgruppe begleitet. Vorgabe des Wettbewerbs war, Ideen für die Nutzung von Freiflächen in der Heimat der Schüler zu entwickeln. Damit sollen Jugendliche sich mit nachhaltiger Stadtentwicklung beschäftigen. 72 Gruppen reichten ihre Ideen in Berlin ein.

Die Gruppe der Montessori-Schule bestand aus Mädchen und Buben der achten bis zehnten Klasse, die seit den Sommerferien jeden Freitag, dem Projekttag der Einrichtung, an ihrem Entwurf gearbeitet haben. „Wir haben erstmal überlegt, welche Freiflächen die Schüler in Tölz nutzen und uns für die Isar entschieden“, so Sauerwein.

Die Jugendlichen bauten die Promenade an der Isarbrücke als Modell, in dem sie all ihre Ideen veranschaulichten. „Als erstes wurde die Isarkaimauer bunt angemalt, weil die so grau ist“, berichtet Sauerwein. Außerdem wünschen sich die Schüler, den Isarstrand mit Gras zu bepflanzen, damit es dort bequemer ist. Auch an Sitzgelegenheiten, einen Kiosk und Bäume, die Schatten spenden, haben sie gedacht.

„Das Motto war: ,Geht nicht, gibt’s nicht‘“, sagt Sauerwein. Auf Hochwasserschutz musste die Gruppe nicht achten. Deswegen gibt es an der Promenade der Schüler auch eine Düne mit Steg, eine Bühne im Wasser und ein Volleyballfeld. Für den Wettbewerb drehten zwei Hobby-Filmer der Montessori- Schule ein Video, in dem sie ihre Ideen vorstellen.

In der Pressemitteilung des Bundesministeriums wird er als „fernsehreif“ bezeichnet. Außerdem wird gelobt, dass die Schüler ihre Visionen „mit Liebe zum Detail“ präsentierten. „Die Idee der Gruppe aus Bad Tölz hat uns alle sofort begeistert. Die Schülergruppe hat das Projekt mit viel Herzblut entwickelt“, begründet Felix Seibert-Daiker die Entscheidung. Der Kika-Moderator saß mit in der Jury.

Gewonnen hat die Projektgruppe einen Bio-Obstkorb, der nun für ein halbes Jahr monatlich angeliefert wird. „Wir müssen mal schauen, wie die Kiste aussieht, ich stelle mir vor, dass wir einen Obstsalat daraus machen“, sagt Sauerwein. Damit geben sich die Mädchen und Buben aber noch nicht zufrieden. Sie wollen ihre Ideen dem Tölzer Stadtrat vorstellen, damit das ein oder andere aus ihrem Modell vielleicht umgesetzt wird.  

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Podiumsdiskussion zum Thema Geburtshilfe
Die Berliner taz hat ins Pfarrheim Heilige Familie eingeladen, um über die Geburtshilfe zu diskutieren. Auf dem Podium sitzen unter anderem Stadtrat Ingo Mehner, …
Podiumsdiskussion zum Thema Geburtshilfe
ORF-Empfang künftig verschlüsselt
Weil in Österreich auf einen neuen Übertragungsstandard umgestellt wird, ist der Empfang der Sender ORF 1 und 2 im Landkreis künftig nicht mehr möglich.
ORF-Empfang künftig verschlüsselt
Tipps gegen Langeweile: Das ist am Donnerstagabend los
Tipps gegen Langeweile: Das ist am Donnerstagabend los
Isar: Beliebter Ort bei traumhaftem Wetter
Isar: Beliebter Ort bei traumhaftem Wetter

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare