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Seltenes Gemeinschaftsgefühl: Beim Public Viewing am Moraltpark gingen Alt und Jung begeistert mit. 

Public Viewing bei der Europameisteraschaft

Nächstes Sommermärchen kann kommen

Bad Tölz – Die Fußball-Europameisterschaft steht vor der Tür. Da werden Erinnerungen ans Sommermärchen 2014 wach: An Autokorsos, Public Viewing, und begeisterte Fans, die sich bei den Siegen der deutschen Mannschaften in den Armen lagen. Wird es wieder öffentliche Liveübertragungen geben? Der Tölzer Kurier hat mal nachgefragt.

Die EM findet von 10. Juni bis 10. Juli statt. Wer Public Viewing anbieten will, muss dies freilich bei der Behörde anmelden und einige Auflagen erfüllen. Die Veranstalter müssen aus Sicherheitsgründen mehr Kontrollen am Eingang machen und die Zahl der Gäste beschränken. Glücklicherweise sitzen aber auch in der Bundesregierung Fußballfans. Sogar für die Spiele, die erst um 21 Uhr beginnen, kann laut Anordnung von ganz oben Public Viewing beantragt werden. „Im Großen und Ganzen“, sagt Peter Königbauer vom Tölzer Ordnungsamt, „wird es aber so ablaufen wie in früheren Jahren.“

Den ersten Antrag, der ihm vorliegt, stellte der SV Bad Tölz für sein Sommerfest im Juli. „Das wird wohl auch genehmigt“, sagt Königbauer.

Auch Peter Frech hat seine „Hausaufgaben schon gemacht“, wie er sagt. „Wir bieten Public Viewing in unserem Biergarten auf einer großen Leinwand an“, sagt der Jailhouse-Wirt. Bei schlechtem Wetter können die Spiele in der Wirtschaft angeschaut werden.

In Bad Tölz will Solange Jahn vor ihrer Crêperie in der Hindenburgstraße wieder einen großen Bildschirm auf der Terrasse aufstellen. Dort werden nur die Spiele mit deutscher Beteiligung in der Vorrunde gezeigt sowie alle Spiele ab dem Achtelfinale. Und auch an der „Blombergtenne“ sollen Fußballfans wieder zusammen schauen dürfen. „Genau steht es noch nicht fest, aber wir werden wohl die ganze EM hindurch Public Viewing anbieten“, sagt Gastronom Florian Knabner.

Im „Kesselhaus“ ist man auf alle Wetterlagen vorbereitet: „Wir haben zwei Leinwände im Innenbereich und einen Bildschirm draußen, sind also ganz flexibel“, sagt der Wirt Lars Wiedenhofer. Bis zu 300 Personen sollen so im Idealfall die Spiele im Kesselhaus verfolgen können. Besonders wichtig sind für Wiedenhofer dabei die Spiele der Nationalmannschaft sowie die finalen Entscheidungen. Doch auch andere Partien sollen übertragen werden, wenn auch zum Teil ohne Ton. „Damit die Gäste, die in Ruhe essen wollen, nicht gestört werden.“

Vor zwei Jahren gab die Stadt auf ihrer Internetseite den Hinweis, wo Public View-ing geboten wird. „Das soll heuer auch wieder so sein“, bestätigt Susanne Frey-Allgeier, stellvertretende Kurdirektorin. Aber erst, wenn alle Anmeldungen feststehen.

Wer in Lenggries bei den Spielen der Nationalmannschaft öffentlich mitfiebern möchte, kann dies wieder in der „Alten Mulistation“ tun. „Allerdings werden wir nur die Spiele mit deutscher Beteiligung übertragen“, berichtet Wirtin Evi Hoffmann. Fans anderer Mannschaften können jedoch die Plätze am Fernseher reservieren. „Dann zeigen wir drinnen auch andere Spiele.“

Schwarz-rot-gold hat laut Auskunft der Gästeinformation Lenggries auch im Arabella-Brauneckhotel Vorrang, wo die Spiele wetterabhängig entweder im Biergarten oder in der Lobby auf großem Flat-TV gezeigt werden. Eine Leinwand ist für die Deutschland-Spiele im Altwirt aufgebaut. Zu sehen sind Boateng, Kroos und Co. auch im „Lenggrieser Hof“ und im „Sportstüberl“ (wetterabhängig auch im Freien). Im „Wastlerwirt“ werden alle Spiele in der Gaststätte gezeigt.

Recht übersichtlich sind die Public Viewing-Möglichkeiten im Loisachtal: So plant der WSV Schlehdorf heuer keine Fanmeile, wie sie noch zur letzten Europameisterschaft angeboten wurde.

Markus Henseler und Birgit Botzenhart

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