Führungsspitze der Raiffeisenbank im Oberland (von unten nach oben): Hansjörg Hegele, Manfred Klaar, Johannes Paul, Josef Bernöcker und Manfred Gasteiger.
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Führungsspitze der Raiffeisenbank im Oberland (von unten nach oben): Hansjörg Hegele, Manfred Klaar, Johannes Paul, Josef Bernöcker und Manfred Gasteiger.

Jahresbericht: Sparen liegt im Trend

Raiffeisenbank im Oberland: Trotz Krise bleibt Bilanz positiv

  • Melina Staar
    vonMelina Staar
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Trotz der Krise zieht die Raiffeisenbank im Oberland eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. In einem Pressegespräch am Dienstagvormittag stellte Vorstandsvorsitzender Hansjörg Hegele die Zahlen vor. „Wir sind gut durch 2020 gekommen.“

Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach – Zunächst einmal habe man den Fokus darauf gelegt, dass sich Kunden und Mitarbeiter sicher fühlen – in jeglicher Hinsicht. Als Infektionsschutzmaßnahmen wurde in den stets geöffneten Geschäftsstellen Plexiglas installiert. Außerdem wurde der digitale und telefonische Kundenkontakt verstärkt.

Mitarbeiter sind soweit wie möglich im Homeoffice

2020 gab es über 200 Tilgungsaussetzungen, in diesem Jahr sind es nur noch acht, sagte Johannes Paul. Der 35-Jährige wird ab 1. Juli als neues Vorstandsmitglied die Nachfolge von Josef Bernöcker antreten, der in den Ruhestand geht.

Für die 341 Mitarbeiter habe man soweit möglich auf Homeoffice umgestellt und besonders auf die Angestellten in Risikogruppen geachtet, so Hegele, der verkündete: „Innerhalb der Bank gab es bisher keine Ansteckungen.“

Kreditgeschäft bewegt sich auf hohem Niveau

Als „regionale Hausbank“ habe die Raiffeisenbank gerade in der Krise ihre Stärke bewiesen. In Zahlen bedeutet das: Die Bilanzsumme ist um 6,2 Prozent gewachsen auf fast 1,4 Milliarden Euro. Das Kreditgeschäft bewegt sich auf einem hohen Niveau, und auch die Einlagen wachsen weiter deutlich an. Letztere besonders bei Privatkunden. „Viele waren trotz der Krise weiterhin gut beschäftigt und legten Geld an, weil es weniger Gelegenheiten zum Geldausgeben gab“, schlussfolgerte Hegele. Das betreute Kundenvolumen sei auf über drei Milliarden Euro gewachsen. Eine Dividende von zwei Prozent wurde auf Geschäftsguthaben ausgeschüttet. „Wir sind nicht auf Gewinnmaximierung aus“, erklärte Manfred Gasteiger. „Sondern wir geben etwas zurück in die Gesellschaft.“

100.000 Euro wurden im vergangenen Jahr gespendet

Dies zeigt sich auch bei verschiedenen Aktionen, die die Raiffeisenbank angestoßen hatte. Mittels Crowdfunding unterstützte die Bank verschiedene Projekte von Vereinen und wohltätigen Organisationen. Beim Crowdfunding gehe es darum, „was einer alleine nicht schafft, schaffen viele“, so Gasteiger.

Auch gespendet wurde in der Krise – ganze 100 000 Euro. So habe man zu Beginn der Pandemie 3000 Masken an Grundschulen in der Region finanziert. Finanziell unterstützt werden Vereine auch bei der Aktion „Sterne des Sports“. Im vergangenen Jahr gewann die DAV Sektion Miesbach mit ihrem Projekt „H3 – mit Handicap hoch hinaus“. In diesem Jahr sind Bewerbungen noch bis 30. Juni möglich.

15 Auszubildende arbeiten derzeit bei der Raiffeisenbank

Soziales Engagement heißt für die Raiffeisenbank aber auch, Auszubildende einzustellen. Insgesamt 15 junge Leute lernen derzeit entweder in der Bank oder im Warengeschäft.

In Hausham entsteht derzeit ein neues Gesundheitszentrum auf 3000 Quadratmetern. Hier investiert die Raiffeisenbank 16 Millionen Euro. Weitere Baumaßnahmen beinhalten den Neubau der Filiale in Reichersbeuern sowie weitere Ausbauten, um beispielsweise Wohnraum zu schaffen, wie Gasteiger sagte.

Kontaktloses Bezahlen wird noch mehr an Bedeutung gewinnen

Das laufende Geschäftsjahr bleibe von „Unwägbarkeiten geprägt“, sagte Hegele. „Die viel zitierte Pleitewelle sehen wir jedoch nicht kommen.“ Es habe kaum Kreditausfälle gegeben.

Neben der Digitalisierung, die während der Krise ordentlich Fahrt aufgenommen habe, werde auch das vermehrte kontaktlose Bezahlen und der Bargeldrückgang in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Insgesamt blickte Hegele zuversichtlich nach vorne: „Wir sind ein starker, verlässlicher Partner und bleiben optimistisch.“

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