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Der Tölzer wurde zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Tölzer (28) verurteilt

Rangelei im Suff endet vor Gericht

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Übermäßiger Alkoholkonsum hat einem Tölzer (28) jede Menge Ärger mit der Justiz beschert.

Bad Tölz/WolfratshausenGleich dreimal war der 28-Jährige 2018 zu Geldstrafen verurteilt worden. Trotzdem wurde er Anfang Januar 2019 wieder straffällig, als er besoffen eine Rangelei mit einem Freund anfing und diesen sowie seine damalige Lebensgefährtin leicht verletzte. Nun saß er wegen Körperverletzung in Tateinheit mit Sachbeschädigung erneut vor dem Amtsrichter, der ihn zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilte.

Der Geschädigte hatte an jenem Tag mit der Freundin des Angeklagten in deren Wohnung in Bad Tölz seinen Geburtstag gefeiert und ein paar Bier getrunken. Die Harmonie war bald dahin, als der 28-Jährige sich dazugesellte. „Er war schon stark alkoholisiert, als er kam“, erklärte der Zeuge. Nach ein paar weiteren Bieren sei diskutiert worden, hauptsächlich wegen der Beziehungsprobleme des Paares, das sich damals im Trennungsprozess befand.

„Ich habe gesagt: ,Klärt das selber‘ und bin aus dem Zimmer gegangen“, berichtete der Geschädigte. Als es im Nebenzimmer nach ein paar Minuten wieder lauter wurde, sei er zurückgegangen. Daraufhin sei der Angeklagte aggressiv geworden, habe den Küchentisch umgeworfen und zu schubsen angefangen. Es entwickelte sich eine Rangelei, bei der beide Männer zu Boden gingen.

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Der Zeuge zog sich dabei Schürfwunden zu, ebenso wie die Freundin, die versucht hatte, die Streithähne zu trennen. „Das ist nicht ganz gelungen“, kommentierte die Verkäuferin. Außerdem wurde ein Schuhregal beschädigt, als die Raufenden in den Flur stürzten. „Möglicherweise befand er sich in einer emotionalen Ausnahmesituation“, hielt der Staatsanwalt dem Angeklagten zugute. Dass er dennoch eine Haftstrafe beantragte, lag nicht zuletzt an der „hohen Rückfallgeschwindigkeit“ des 28-Jährigen.

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Der war erst wenige Monate zuvor wegen einer im Vollrausch begangenen Körperverletzung vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Eine weitere Geldstrafe wegen Trunkenheit im Straßenverkehr war im Dezember mittels Strafbefehls gegen ihn ergangen. „Das hat ihn völlig unbeeindruckt gelassen“, schlussfolgerte Richter Helmut Berger, der den Tölzer zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilte, diese aber für drei Jahre zur Bewährung aussetzte. Als Auflage muss der Mann 750 Euro an die Caritas Fachambulanz zahlen und sich zudem dort zu mindestens drei Beratungsgesprächen zur Erstellung eines Therapieplans einfinden.

„Wir sehen uns immer wieder, solange Sie Ihr Alkoholproblem nicht in den Griff kriegen“, mahnte Berger. Der Angeklagte, der den Vorfall mit leichten Abweichungen eingeräumt hatte, nahm das Urteil an.

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