Strohhüte, Sommerkleider und Landhausmode zählen zum Sortiment von Marika von Daak (li.) und Margreth Bilger in ihrem Tölzer Pop-up-Store.
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Strohhüte, Sommerkleider und Landhausmode zählen zum Sortiment von Marika von Daak (li.) und Margreth Bilger in ihrem Tölzer Pop-up-Store.

Zeitlich begrenztes Ladengeschäft

Reaktion auf Corona-Einschränkungen: Markthändlerinnen eröffnen Pop-up-Store in Bad Tölz

  • Andreas Steppan
    VonAndreas Steppan
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Händler, die ihre Waren normalerweise auf Märkten anbieten, durchlaufen schwierige Zeiten. In Bad Tölz beschreiten zwei Geschäftsfrauen deswegen jetzt kreative Wege.

Bad Tölz – Märkte sind in Bayern seit einer Woche wieder erlaubt – und die Händler können sich allmählich wieder die ersten Termine notieren. Trotzdem: Etliche Monate konnten sie nirgends ihre Stände aufschlagen. Daher sind weiter kreative Wege gefragt, damit sie ihre Waren präsentieren und an den Kunden bringen können. Marika von Daak aus Egling und Margreth Bilger aus dem Landkreis Ebersberg haben deswegen jetzt an der Tölzer Nockhergasse 7 einen Pop-up-Store eröffnet.

Marika von Daak hat an dem Standort bereits Erfahrung. Wie berichtet hatte sie in der Vorweihnachtszeit zusammen mit der Jachenauer Geschäftsfrau Heidi Wagner einen zeitlich befristeten Laden aufgemacht – bis kurz vor Weihnachten der Lockdown kam. Jetzt startet die Eglinger Inhaberin der Marke „Herzfrohlocken“ mit neuer Partnerin und jahreszeitlich angepasstem Sortiment.

Im Pop-up-Store gibt es Landhausmode, mediterrane Kleider und selbst gemachte Strohhüte

„Bei mir sind Farben immer ganz wichtig“, sagt sie. Das sieht man nicht nur an ihrer selbst gefertigten Keramik aus Ton und Porzellan. Zudem bietet sie Landhausmode und Tücher an – sowie jetzt im Sommer auch mediterrane, leichte Kleider. Von Daak setzt auf Naturmaterialien, kleine Label, Handgefertigtes und individuelle Designer. „Gerade habe ich zum Beispiel eine Einzelkämpferin aus Italien für mich entdeckt, die auch Yoga-Lehrerin ist“, erzählt sie. „Und eine Designerin aus Cannes.“

Einen dazu passenden Sommerhut finden die Kunden im selben Laden bei Margreth Bilger unter dem Namen „Hut Art“. „Ich stammen aus dem Allgäu, da gibt’s viele Hutfabriken“, sagt sie. In einer davon hat sie den Beruf der Modistin erlernt – „und entdeckt, wie kreativ das ist, für mich war es ein Volltreffer“, berichtet sie. Üblicherweise auf Märkten – und jetzt eben im Tölzer Pop-up-Store – verkauft sie selbst genähte Kappen und Strohhüte.

Das Sortiment im Pop-up-Store in Bad Tölz soll noch vielfältiger werden

Das Besondere: „Ich kaufe keine Hutrohlinge und verziere sie bloß, sondern nähe den ganzen Hut aus schmalen Strohborten selbst.“ So könne sie beim Material auch mal variieren, etwa Papier oder Seegras verwenden. Ob man den Hut nun bei der Gartenarbeit oder der Gartenparty tragen will: Die Kunsthandwerkerin hat das Passende parat. Und für Dickköpfe bietet sie Anfertigungen in Sondergrößen an.

Daneben verkauft Bilger Grußkarten mit selbst gestalteten Aquarellen und kalligrafisch gestalteten Sprüchen an.

Der Pop-up-Store ist bis Ende August geöffnet. In dieser Zeit, so Marika von Daak, werden voraussichtlich noch weitere Händler dazustoßen, die zum Beispiel Filzsachen sowie künstlerische Gartenaccessoires feilbieten. Außerdem hoffen von Daak und Bilger, in den kommenden Wochen parallel auch wieder auf dem ein oder anderen Markt ausstellen zu können.

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