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Ein Reh wurde vergangene Woche von einem frei laufenden Hund totgebissen.  

Tölzer Stadtjagd

Reh totgebissen: „Wildernde Hunde gehören abgeschossen“

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Ein freilaufender Hund hat bei Bad Tölz ein Reh totgebissen. Der zuständige Jäger kündigt nun Konsequenzen an.

Bad Tölz – So ungehalten war Alois Heilmeier schon lange nicht mehr. Vergangene Woche hat der Jäger ein totes Reh in seinem Revier gefunden. Zufällig – „weil ein paar Raben aufgeflogen sind“. Das Reh war kurz zuvor von einem Hund totgebissen worden. Heilmeier glaubt den Schuldigen zu kennen. Auf ihn ist er nicht gut zu sprechen, weil er nämlich seinen Hund frei laufen ließ.

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„Ich habe lauter nette Hundehalter in meinem Revier“, versichert Heilmeier. In dem Gebiet in der Nähe des Bichlerhofs führen die Leute ihre Hunde an der Leine spazieren, so der Jäger. Er kennt viele Besitzer der Vierbeiner und hat sie in Gesprächen auf die Bedeutung der Anleinpflicht hingewiesen. „Sie haben Verständnis für den Schutz des Wildes“, sagt Heilmeier. Aber es gebe auch einige unbelehrbare Zeitgenossen. Einer komme von Zeit zu Zeit in das besagte Revier, das zur Stadtjagd gehört. So wohl auch vergangene Woche. Da ist Heilmeier der Kragen geplatzt. „Das nächste Mal bringt derjenige nur noch seine Hundeleine nach Hause“, droht er. „Wildernde Hunde gehören abgeschossen.“

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Vorrangige Aufgabe der Jäger sei es, das Wild zu hegen. „Rehe haben keine Chance gegen frei laufende Hunde“, sagt Heilmeier. Wer sich dieser Verantwortung nicht bewusst sei, müsse damit rechnen, dass sein Hund erschossen werde. Das werde demnächst auch in seinem Revier passieren. „Dann soll sich aber niemand beschweren, dass sein Hund tot ist.“

Von frei laufenden Hunden gehe eine weitere Gefahr aus. „Wenn sie eine Wildfütterung als ihr Revier markieren, geht dort kein Reh mehr hin“, so der Jäger. Das Wild suche dann Schutz im Unterholz und verbeiße die Triebe junger Bäume. Heilmeier: „Darüber ärgern sich dann zu Recht die Waldbesitzer.“  

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