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Derzeit nicht begehbar : Ein Schild weist am Blomberg auf die Umleitung hin, solange am Rodelweg gearbeitet wird. 

Blomberg

Neuer Motor, neue Stütze, neue Skiroute

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Noch sieben Wochen, dann startet am Blomberg die Wintersaison. Eine Skiabfahrt gibt es auch heuer nicht. Dafür aber erstmals eine unpräparierte Piste, eine Skiroute also. Heute beginnt die Revision der Bergbahn, die ebenfalls einige Neuerungen mit sich bringt.

Wackersberg/Bad Tölz – Stütze Nummer 15 steht nicht mehr, wo sie stehen soll. Das ist ganz normal: „Der Blomberg bewegt sich pro Jahr etwa einen Zentimeter in Richtung Bad Heilbrunn“, sagt Bergbahn-Chef Hannes Zintel. Jedes Jahr wird nachjustiert. Heuer reicht das nicht mehr aus: Der Pfeiler oberhalb der Mittelstation bekommt eine neue Unterkonstruktion, wird künftig wie eine Gletscherstütze in einem Radius von gut 20 Zentimetern verschiebbar sein. Die Arbeiten beginnen heute, am 6. November. Sie sind Teil der Revision, die bis zum 22. Dezember dauert. Spielt das Wetter mit, fährt die Blombergbahn aber samstags und sonntags, betont Zintel.

Investitionen in Höhe von 200 000 Euro

Unter der Woche ist der Zeitplan dafür umso straffer. Denn nicht nur die Stütze wird saniert. Zusätzlich bekommt die Bahn einen modernen Motor. Der läuft deutlich leiser als der alte aus dem Jahr 1971. Und er braucht weniger Wartung. Rund 150 000 Euro kosten beiden Maßnahmen zusammen. „Dafür sollten wir in den nächsten Jahrzehnten Ruhe haben“, sagt Zintel.

Weitere 50 000 Euro hat der Blombergbahn-Chef bereits in ein Update der Beschneiungsanlage investiert. So will er seinen Gästen eine Schneesicherheit auf der Winterrodelbahn garantieren. Auch die Bahn gilt es im Rahmen der Revision vorzubereiten. Unter anderem müssen Zäune aufgebaut und Prallmatten entlang der Strecke angebracht werden.

Bauarbeiten am Weg verzögern sich um etwa zwei Wochen

Bevor es losgehen kann, müssen jedoch die Bauarbeiten an dem Rodelweg beendet sein, der im Sommer als Wanderweg dient. Wie berichtet erneuert die Stadt Bad Tölz das Teilstück zwischen Mittelstation und Blomberghaus. Metallgitter ersetzen die morschen Holzverbauten im Untergrund. Die Gitter werden mit Steinen und Erde befüllt. Darüber kommt die nächste Schicht. So bekommt der Weg die nötige Stabilität.

Eigentlich sollten die Bauarbeiter bis zur Revision fertig sein. Nun dauert es aber doch zirka zwei Wochen länger, ehe die Bagger abrücken. „Eine Baustelle am Berg ist immer schwierig“, erklärt Bettina Faßbender. Leiterin der Liegenschaftsverwaltung im Tölzer Rathaus die Verzögerung. Vor allem, wenn die Baustelle so steil gelegen ist wie in diesem Fall. Gut die Hälfte des Wegs ist trotz der Arbeiten begehbar, Schilder erklären den Wanderern ihre Möglichkeiten.

Hannes Zintel bleibt trotz der Verzögerung gelassen. „Die hat mit der Revision wenig zu tun.“ Auch die eher durchwachsenen Herbstferien bringen den Chef der Blombergbahn nicht aus der Ruhe. „Es hätte schlimmer sein können.“ Für ihn war es wichtig zu sehen, dass die Bahn Erfolg hat, wenn das Wetter gut ist. Würde trotz Sonnenscheins niemand kommen: Zintel wäre deutlich unentspannter.

Zumal sich die Verlängerung des „Blomberg-Blitz“ als sehr sinnvolle Investition erwiesen habe. Auch das samstägliche Nachtrodeln erfreue sich großer Beliebtheit. Um auch den Skifahrern wieder etwas bieten zu können, hat Zintel die ehemalige Abfahrt zu einer Skiroute umwidmen lassen. Eine solche muss er nicht sichern oder präparieren. Das rechnet sich eher für die Bahn. Allerdings, betont Zintel, eigne sich die Route nur für sportlich sehr geübte Fahrer.

Infos zum Blomberghaus und Kletterwald

Während der Revision ist die Blombergbahn samstags und sonntags von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Der Berggasthof „Blomberghaus“ bleibt von heute bis 1. Dezember wegen Urlaubs geschlossen. Solange kein Schnee liegt, hat der Kletterwald bis Mitte Dezember geöffnet, und zwar mittwochs bis freitags von 12 bis 17 Uhr.

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