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Der Neubau ersetzt den völlig maroden Atrium-Bau und soll im September bezugsfertig sein. Bei gestrigen Richtfest hielt Hans Resenberger von der gleichnamigen Kochler Zimmerei den Richtspruch.

Richtfest an der Tölzer Berufsschule

Neue Heimat für rund 300 Schüler

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Seit knapp einem Jahr wird an der Gudrunstraße gebaut. Gestern wurde Richtfest gefeiert. Im September dürfte der Erweiterungsbau der Tölzer Berufsschule bezugsfertig sein. Der Landkreis investiert rund 5,3 Millionen Euro.

Bad Tölz– „Eine Hebauffeier ist immer ein freudiges Ereignis“, sagte Berufsschul-Leiter Josef Bichler zur Begrüßung der Gäste auf der Baustelle an der Gudrunstraße. Die Freude beim Direktor dürfte allerdings besonders groß sein, schließlich ersetzt das neue Gebäude den bisherigen Atrium-Bau, der arg in die Jahre gekommen ist. „Atrium“ – das höre sich so wunderbar an, sagte der Schulleiter. „Tatsächlich handelt es sich dabei um einen Flachbau in desolatem Zustand, in dem seit zehn Jahren keine Toiletten mehr funktionieren und in dem kein Klassenzimmer einen ebenen Boden hat, weil von unten die Wurzeln reindrücken.“ Auch beheizt werden könne das Gebäude kaum noch.


Nun investiert der Landkreis rund 5,3 Millionen Euro, um auf drei Ebenen Klassenräume und Vorbereitungs- sowie Lehrerzimmer zu schaffen. Der Zugang zu allen Bereichen ist behindertgerecht – genauso wie der Anschluss an den Altbau. Unterkommen werden in den neuen Räumen rund 300 zukünftige medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte.

Landrat Josef Niedermaier hatte zuvor wie Bichler den Handwerkern gedankt. Er ging aber auch darauf ein, wie wichtig das duale Bildungssystem und damit auch die Berufsschule sei. „Ich hoffe, dass noch viele Fachkräfte an dieser Schule ausgebildet werden.“ Sie seien es, die im Alltag dafür sorgten, dass „unsere Gesellschaft funktionsfähig bleibt“, ergänzte Bichler. Der Schulleiter dankte der Kreis-Verwaltung für „die äußerst harmonische Zusammenarbeit“ und den Kreisräten dafür, „dass sie so viel für Bildung übrig haben“.

Geht alles glatt, könnte der Neubau Mitte September bezogen werden. Niedermaier hofft jedenfalls, dass man nicht noch einmal auf solche Probleme stößt wie zu Beginn der Bauarbeiten. Im Juni musste nämlich das Sprengstoffkommando an der Gudrunstraße anrücken. Ein Baggerfahrer hatte damals eine merkwürdige Rauchentwicklung beobachtet. Er war auf die Reste einer Phosphorbrandbombe gestoßen. Woher diese Bombe gekommen war, ist unklar – da Tölz im Zweiten Weltkrieg nicht bombardiert wurde. Eine mögliche Erklärung ist, dass seinerzeit Kriegsschutt bis Tölz gefahren und hier abgeladen wurde – mitten drin die Phosphorbombe.

Im Erdreich gefunden wurden zudem ein alter Öltank und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Arsen. Die Entsorgung des belasteten Materials verursachte rund 90 000 Euro Mehrkosten.

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