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Klein, aber oho: Georg Gerg präsentiert einen Mäh-Roboter. Nicht nur das Rasenmähen, auch lästige Aufgaben wie die Beseitigung von Grasschnitt soll er übernehmen – und das alles ohne menschliche Hilfe. Gerg ist sicher: „Das geht jetzt erst richtig los."

Helfer in Haus und Garten 

Roboter auf dem Vormarsch

Bad Tölz-Wolfratshausen - Sie mähen, wischen, saugen – ganz ohne menschliche Hilfe. Roboter wirken auf viele Menschen noch exotisch. Doch in immer mehr Haushalten im Landkreis halten sie Einzug.

Beim Wort Roboter denken viele Menschen an metallene Diener à la R2/D2 aus „Star Wars“. Im Alltag kommen Roboter deutlich unspektakulärer daher. Doch sie sind längst zu gefragten Helfern in Haus und Garten geworden.

Als lokale Roboter-Pionierin könnte man Amanda Reiter bezeichnen: Die Lenggrieserin setzt in ihrem Haus eine Armada von fünf Geräten ein: Neben Rasenmäh- und Saugrobotern sind hier auch ein Nasswisch- und sogar ein Fensterputzautomat unterwegs. „Wenn man unter der Woche arbeiten muss, hat man so den Samstag wirklich frei“, schwärmt Reiter. „Ich erspare mir da schon viel Arbeit.“ Während die spricht, geht der Glasputz-Roboter gerade – mit Vakuum ans Fenster gepresst – seiner Arbeit nach. „Allerdings ist so ein Gerät nur für größere Flächen geeignet“, schränkt die Geschäftsfrau ein. „Bei Sprossenfenstern lohnt es sich nicht.“

Noch ist der Einsatz der elektronischen Haushaltshelfer die Ausnahme: Wer sich bei Tölzer Elektrohändlern nach einem solchen Gerät umsieht, wird kaum fündig. Bisher besteht nach Auskunft der Geschäftsleute keine erwähnenswerte Nachfrage.

Einen Saugroboter zu Hause hat Lina Rundbuchner aus Benediktbeuern. Die Idee, sich ein solches Gerät zu beschaffen, stammte nicht von ihr selbst: „Mein ehemaliger Freund hat ihn bei einem großen Online-Verkaufportal für rund 250 Euro gekauft“, berichtet sie. „Männer begeistern sich ja oft mehr für moderne Technik“, sagt die Hairstylistin. Der Freund ging, der Sauger blieb. Und das aus gutem Grund. Rundbuchner war schnell angetan von dem Gerät: „Ich würde den nie wieder hergeben. Wenn er kaputt gehen sollte, kaufe ich mir sicher einen neuen.“

Täglich rollt die saugende Scheibe nun durch Rundbuchners Wohnung. Das Gerät wird jeden Morgen, bevor sich die Friseurin auf den Weg zur Arbeit macht, eingeschaltet. „Das ist eine unwahrscheinliche Zeitersparnis. Wenn man nach Hause kommt, ist alles erledigt.“ Nur das Staubgefäß müsse noch geleert und der Roboter aufgeladen werden.

Kritische Punkte in der Wohnung gibt es nicht sehr viele: „Ich stelle die Stühle hoch, dann kommt er gut durch. Nur die Gardinen hat er einmal geschluckt, aber da ist nichts kaputt gegangen.“ Allerdings müsse man für das Gerät auch Ordnung halten. Stößt es auf Kabel und flache Kleinteile auf dem Boden, kann es dazu kommen, dass sich das Gerät selbst ausschaltet.

Ihre Begeisterung für das Saugwunder übertrug Rundbuchner auch auf ihren Bekanntenkreis. Ein Dutzend ihrer Freundinnen hat sich auf ihren Tipp hin einen Roboter besorgt. „Bis jetzt sind alle sehr zufrieden. Ich habe noch keine Beschwerden gehört.“

Wer mit dem Gedanken spielt, die heimische Gartenpflege zu automatisieren, muss noch recht tief in den Geldbeutel greifen: „Mäh-Roboter von namhaften Marken gibt es bei uns zwischen 1000 und 1500 Euro“, erklärt ein Mitarbeiter des BayWa-Markts in Bad Tölz. „Nach oben gibt es aber kaum Grenzen.“ Günstigere No-Name-Produkte gebe es zwar, diese führe die BayWa aber nicht.

Wer seinen Rasen vom Roboter mähen lassen will, muss einiges beachten. Auf der Fläche dürfe es etwa keine Steigungen über 30 Grad geben, erklärt Matthias Gerg, der im familiären Landmaschinenbetrieb in Lenggries heuer schon sechs Mäh-Roboter verkauft hat. „Um die zu mähende Fläche muss ein Metalldraht verlegt werden“, sagt er. „Der wächst dann aber schnell in den Boden ein.“ Für 500 bis zu 3000 Quadratmeter große Flächen seien die Roboter geeignet – je nach Preisklasse. Die teuersten kosten 2700 Euro.

Nachdem die Vorgängergeräte noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen hatten, würden die aktuellen Modelle ohne große Probleme laufen, versichert Gerg. „Nur manchmal gibt es noch kleine Wehwehchen, zum Beispiel, wenn eine Schnecke auf die Platine kommt.“ Die Geräte seien – kaum hörbar – täglich unterwegs. Der Grasschnitt werde direkt fermentiert. Zusammenrechen ist also nicht nötig. Sogar die Bedienung per Smartphone-App sei möglich: „Das ist definitiv kein Spielzeug mehr, sondern ein vollwertiges Mähgerät.

Markus Henseler

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