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Gartenausstellung im Badeteil

Rosenduft liegt in der Luft

Die Vielfalt der 180 Aussteller lockte in den vergangenen vier Tagen über 10.000 Besucher in die Gärten des ehemaligen Tölzer Franziskanerklosters. Besonders gefragt bei den Kunden waren die alten Rosensorten.

Bad Tölz – Zumindest während der Schönwetterphase der Tölzer Rosen- und Gartentage am zurückliegenden Pfingst-Wochenende lag Rosenduft in der Luft. Während Freitag, Samstag und großteils auch Montag mit angenehmen Temperaturen aufwarteten, mussten sich am Sonntag die rund 180 Aussteller samt ihren Pflanzen ebenso wie die Besucher mit anhaltendem Regen arrangieren.

Dennoch lockte die reibungslos verlaufene Verkaufsausstellung in ihrer 18. Auflage nach Schätzung von Organisatorin Michaela Dorfmeister insgesamt wieder mindestens ebenso viele Gäste wie im Vorjahr in die drei Gärten am ehemaligen Franziskanerkloster. In den vergangenen Jahren waren es meist um die 10 000 bis 12 000 Besucher. „Gegenüber dem Vorjahr wurden wir heuer vom Wetter eigentlich verwöhnt“, sagte Dorfmeister als Zwischenresümee. „Sogar am Sonntag gab es Leute, die sich vom Regen nicht abhalten ließen.“

Am Samstag hatte es die Sonne noch besonders gut gemeint. In vielfältigen Farben zeigten da Garten-, Balkon- und Kübelpflanzen ihre frühsommerliche Blütenpracht. Obwohl, wie die Verkäuferin am Stand der Rosengärtnerei Kalbus anmerkte, die Pflanzen „es heute in der prallen Sonne nicht leicht haben. Denn in den kleinen Pflanztöpfen staut sich ja die Hitze.“ Besonders nachgefragt seien mittlerweile wieder die historischen Rosensorten, „denn die überzeugen mit Winterhärte, wohligen Düften und schönen warmen Farbtönen“.

Ein Gewächs ganz anderer Art ist die Hauswurz, die bei vielen Anbietern ebenfalls im Sortiment zu finden war. Das Dickblattgewächs hat in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen, denn mit seinen Blattrosetten ist es nicht nur optisch ansehnlich, sondern außerdem absolut anspruchslos und verträgt Hitze, Kälte und Trockenheit. „Die Hauswurz wächst eigentlich überall, nur nicht bei Staunässe“, erklärte der Fachmann von „Bäuerleins Grüner Stube“ interessierten Besuchern. Dennoch, besondere Kauflust sei bei den Marktbummlern nicht zu beobachten, stellte Horst Bäuerlein auf Nachfrage fest. „Ich habe den Eindruck, die Leute haben für heuer schon alles, was sie brauchen. Die meisten decken ihren Bedarf wohl gleich nach den Eisheiligen Mitte Mai.“

Beste Bedingungen herrschten am Samstag indes für die Vorführung des neuen „Cool Cloud Systems“. Das ist eine Anlage, die bei großer Hitze auf dem Terrassen-Areal, dem Platz unter der Markise oder auf dem Balkon anhand von mit Hightech-Düsen versprühten mikroskopisch kleinen Tröpfchen Verdunstungskälte erzeugt und damit angenehme Temperaturen schafft.

Zwischen Gartendeko, Honig, Kräutersirup, Porzellan und Keramik zog ein Pool mit schwimmender Bar die Aufmerksamkeit auf sich. Ins Auge stachen wohl insbesondere den weiblichen Gästen auch manche der feilgebotenen individuellen und hochwertigen Schmuckkreationen – ein spontaner Kauf dürfte meist an den entsprechenden Preisen gescheitert sein.

Zu entdecken gab es außerdem die alte „Tölzer Rose“, also diejenige Rose, die man früher auf die Tölzer Bauernschränke gemalt hat: In der Ausstellung fand sich diese Tölzer Rose auf einem Tischdecken-Stoff, dessen Muster vom einst bekannten Münchner Volkstrachtenhaus Wallach stammt.

Zahlreiche aufmerksame Zuhörer hatte auch Schauspieler Hansi Kraus, der zugunsten des Vereins „Lichtblick Seniorenhilfe“ aus Ludwig Thomas „Lausbubengeschichten“ las. „Eine überzeugende Vielfalt“, urteilten unter anderem Helga und Reinhold Wieser, die regelmäßig aus dem Pinzgau nach Tölz zu den Rosentagen kommen.

Rosi Bauer

Rosentage: Ein Magnet für Garten-Liebhaber

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