Geht alles glatt, könnte das „Bräustüberl“ im Frühjahr 2022 wieder eröffnen.
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Geht alles glatt, könnte das „Bräustüberl“ im Frühjahr 2022 wieder eröffnen.

Tölzer Bauausschuss begrüßt einstimmig Pläne

Sanierung des Tölzer Bräustüberls: „Es ist eine Win-Win-Situation“

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Der Tölzer Bauausschuss hat die Pläne zur Sanierung des Tölzer Bräustüberls in seiner jüngsten Sitzung abgesegnet. Auch der Nutzungsänderung im Nebengebäude stimmten die Räte zu.

Bad Tölz - „Sehr erfreulich“ fand Zweiter Bürgermeister Michael Lindmair (FWG) den Antrag zum Tölzer „Bräustüberl“ in der jüngsten Sitzung des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses. Lindmair, der die Sitzung in Vertretung von Rathauschef Ingo Mehner leitete, begrüßt vor allem, dass die seit einem Jahr geschlossene Traditionsgaststätte nach einer umfassenden Sanierung weitergeführt werden soll. „Das ist wichtig für das Zusammenleben in einem Stadtteil.“ Das dürfte die Mühlfeldler Gmoa ähnlich sehen, deren „Rathaus“ das „Bräustüberl“ immer war.

Nebengebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert

Stadtbaumeister Florian Ernst erklärte die Umbaupläne in dem denkmalgeschützen Ensemble. Das Hauptgebäude, das die Gaststätte beherbergt, stammt aus dem Jahr 1925. Das Nebengebäude wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Gekauft hat das Anwesen wie berichtet die „Invest 5 GmbH“, in der unter anderem die drei Lenggrieser Unternehmer Peter und Michael Gascha sowie Hans Besch verantwortlich zeichnen. Pächter soll die „Löwenbräu“-Brauerei bleiben, die wieder die Gaststätte an Wirte weiterverpachtet.

Neben der umfangreichen Sanierung der Wirtschaft, in deren Zuge auch der Gewölbekeller im zweiten Untergeschoss nutzbar gemacht werden soll, werden die ehemaligen Fremdenzimmer in den Obergeschossen in Wohnungen für die Wirte und Mitarbeiter umgewandelt. Zur Querfinanzierung entstehen zudem im Nebengebäude drei Stadtwohnungen.

 „Wir können dankbar sein, dass sich jemand dieser Herausforderung stellt.“

Stadträtin Filiz Cetin (SPD)

Theoretisch müssten die Bauherrn bei der Errichtung von mehr als drei Wohneinheiten einen Kinderspielplatz anlegen. Aufgrund des Platzmangels des im Altstadtbereich befindlichen Gebäudes sei das aber nicht möglich, weil dafür Bestandsstellplätze weichen müssten, erläuterte Ernst. Ausnahmsweise könne man daher eine Abweichung von der Satzung genehmigen, erläuterte der Stadtbaumeister. Auch, weil eine Weiternutzung des gesamten Gebäudekomplexes im besonderen öffentlichen Interesse liege.

Filiz Cetin (SPD) sah das alles genauso. „Es ist eine Win-Win-Situation.“ Die Auflagen für die Sanierung eines denkmalgeschützen Gebäudes seien hoch. „Wir können dankbar sein, dass sich jemand dieser Herausforderung stellt.“

Die Pläne wurden vom Gremium einstimmig befürwortet.  

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