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Fleißige Freiwillige: Mit 17 Personen fand sich in Bad Tölz eine eher kleine Gruppe zum Ramadama ein.

Ramadama

Saubermänner sammeln Sack um Sack

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Ganz im Zeichen des großen Saubermachens stand der Samstag im Landkreis: Vielerorts machten sich beim Ramadama Freiwillige auf, um Müll zu sammeln. Mit dem Tölzer Bahnhof hatten sich Schüler schon im Vorfeld einen Tölzer Schmutz-Brennpunkt vorgenommen.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Woher kam wohl der Golfball, den die ehrenamtlichen Müllsammler in der Nähe des Tölzer Spielhahnjägerdenkmals fanden? So manch originelle Entdeckung ist immer dabei, wenn die Bürger zum freiwilligen Ramadama antreten. Vor allem aber ging es beim jährlichen Frühjahrsputz in der Natur darum, wieder ein sauberes Ortsbild herzustellen und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, ihren Müll nicht achtlos in der Landschaft zu hinterlassen.

Zu der Aktion aufgerufen hatten die WGV Quarzbichl sowie Städte und Gemeinden. Eher mittelprächtig fiel die Resonanz heuer in Bad Tölz aus: Mit 17 Müllsammlern beteiligten sich weniger Freiwillige als in den Vorjahren. Die Bilanz von Claudia Salamon, die von Seiten der Stadtverwaltung die Aktion koordinierte, fällt dennoch positiv aus: „Alle waren sehr engagiert bei der Sache, die Stimmung war super.“ Die Teilnehmerschar rekrutierte sich am Samstag aus einer Gruppe der Regionalen Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe, einer Familie mit Kindern und Einzelpersonen. Laut Salamon waren die Freiwilligen entlang der Umgehungsstraße im Bereich Manfredhof und Spielhahnjägerdenkmal, im Kurviertel, am Isarkai und am Girlitzer Weiher unterwegs. Die Behinderten konnten dabei ganz besondere Funde machen: Denn Salamon hatte für sie eigens ein paar Schoko-Osterhasen versteckt.

Die etwas schwächere Beteiligung am Samstag wurde dadurch mehr als wettgemacht, dass schon im Vorfeld fast 800 Schüler in Bad Tölz auf Abfalljagd gegangen waren: 180 von der Jahnschule, 60 vom Förderzentrum, 194 von der Lettenholzschule, 80 von der Berufsschule und 50 von der Südschule. Eine Gruppe widmete sich dabei auch einem Tölzer Verschmutzungs-Brennpunkt: dem Bahnhof und seiner Umgebung. Hier werde in den kommenden Tagen auch die DB Station & Service noch einmal aktiv: Einer von jährlich zwei Großputz-Tagen der Gleise steht an. Insgesamt stellt Salamon am Bahnhof eine Verbesserung fest: „Die Deutsche Bahn reinigt täglich zwischen 14 und 15 Uhr die Bahnsteige. Das hält dann in der Regel bis zum Abend“, sagt sie. Auch der benachbarte „Burger King“ sei „sehr aktiv: Die gehen einmal stündlich und sammeln Müll ein – aber natürlich nur ihren eigenen.“ Außerdem gebe es inzwischen mehrere zusätzliche Mülleimer. Ein Problem sei allerdings, dass die Schalterhalle, die nun abends bis 20 Uhr geöffnet sei, sich zu einer Art Treffpunkt entwickelt habe. „Morgens sieht es dort richtig vermüllt aus“, stellt Salamon fest.

Die Tölzer Ramadama-Aktiven wurden mittags mit einem Pizza-Essen im „Coccinella“ an der Kohlstattstraße belohnt. Unterwegs waren Freiwillige auch in den meisten anderen Landkreis-Gemeinden. In Wolfratshausen fanden sich am Samstag sogar 100 Mitstreiter ein.

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