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Auf Erfolgskurs: Das Schlehdorfer Damenteam „Herz ist Trumpf“ gewann 2015 das Hornschlittenrennen. 

Vorbereitungen auf Hornschlittenrennen laufen 

Rodler aus dem Isarwinkel und Loisachtal bereiten sich auf Rennen vor 

Wenn am 6. Januar das traditionsreiche Hornschlittenrennen zum 51. Mal in Partenkirchen gestartet wird, gehen zahlreiche Schlitten aus dem Loisachtal und Isarwinkel an den Start und fahren um den Titel des Bayerischen Meisters um die Wette.

Bad Tölz-Wolfratshausen/Garmisch-Partenkirchen Alles andere als ideal sind die Bedingungen derzeit für das bevorstehende Partenkirchner Hornschlittenrennen. Aus Schneemangel ist die Strecke derzeit gesperrt, ein Training hier für die Mannschaften also nicht möglich. Das Rennen soll aber auf jeden Fall stattfinden – möglicherweise auf einer verkürzten Strecke.

Ihre Vorfreude lassen sich die eingefleischten Schlittenfahrer davon nicht trüben. Aktuell (Stand 1. Januar) sind 40 männliche sowie vier weibliche Mannschaften angemeldet. Darunter auch die „Beira Lausmadln“, mit denen Benediktbeuern im vergangenen Jahr erstmals einen reinen Damenschlitten ins Rennen schickte – und das mit Erfolg: Denn das Team um Marina Sayer fuhr 2019 auf den zweiten Platz. Kein Wunder, dass dieselben Damen – alles junge Madln um die 20 Jahre – auch heuer antreten wollen. „Es hat ja letztes Jahr gut funktioniert“, sagt Sayer.

Benediktbeuerer Damenschlitten auch heuer am Start 

Ein Konzept, wie sie die im Normalfall einen Kilometer lange Strecke, bei der es so manche gefährliche Kurve und so manche steile Gefälle zu bewältigen gilt, haben sie nicht. „Wir wollen einfach nur heil runterkommen.“ Doch trainiert haben die Benediktbeurer Damen bereits. Wo? Das wollen sie aus renntaktischen Gründen nicht verraten. Nur so viel: „Wir waren zusammen zum Trainieren im Ausland“, sagt Bernd Schöpf, der heuer zum 13. Mal auf einem Benediktbeurer Herrenschlitten starten wird – insgesamt drei männlich besetzte Schlitten wird das Klosterdorf auf jeden Fall ins Rennen schicken. „Vielleicht kriegen wir auch noch einen vierten zusammen“, hofft Schöpf. Er fände es schade, wenn die Rennstrecke wegen Schneemangels kürzer wäre als regulär. Denn dann würde genau der Teil wegfallen, auf dem die Beira Schlitten immer Tempo machen konnten.

Trainingseinheiten im Ausland 

Auch aus dem Nachbarort Bichl sind derzeit zwei Herrenschlitten für das Rennen gemeldet.

Auch jenseits des Loisachtals rüstet man sich für das Rennen: In Gaißach hat sich die beachtliche Zahl von sechs Schlittenteams des traditionsreichen Schnablervereins formiert, um am Dreikönigstag die rasante Fahrt von der Partnachalm hinab zu wagen. 

Mann aus Bad Tölz vermisst 

Wie Vereinsvorsitzender Georg Fischhaber berichtet, würden die Schlitten rein männlich besetzt – neben versierten älteren Fahrern seien darunter zahlreiche junge und hoch motivierte Nachwuchsfahrer. „Eigentlich hätten wir einen Damenschlitten gehabt“, sagt Fischhaber. Nachdem es aber derzeit kaum Möglichkeiten zum Trainieren gebe, hätte sich diese Mannschaft nun doch gegen den Start entschieden. Nachdem die Gaißacher Teams – damals waren es fünf Schlitten – 2019 allesamt gut abgeschnitten haben (unter anderem wurde ein Team Bayerischer Vizemeister), sind die Schnabler guter Dinge, auch heuer achtbare Erfolge zu erzielen, so Fischhaber.

„Sieg oder Sanka!“

„Nicht gut“ lief es dagegen bei den Schlitten-Teams des Wintersportvereins Schlehdorf im vergangenen Jahr, wie sich Erich Skrajewski erinnert, der heuer selbst zum 20. Mal am Rennen teilnehmen wird. Aus dem kleinen Klosterdorf werden heuer voraussichtliche drei Herrenschlitten teilnehmen. Außerdem ein Damenschlitten, dessen Fahrerinnen heuer zum ersten Mal teilnehmen werde, so Skrajewski. Einmal habe man schon oberhalb von Schlehdorf zusammen trainiert. Und sogar ein Motto haben sich die Schlehdorfer Rennfahrer überlegt – das freilich eher spaßig, denn ernst gemeint sei, betont Skrajewski: Es lautet: „Sieg oder Sanka!“

(Franziska Seliger) 

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