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Das Dach der Tölzer Gymnasiumsturnhalle wurde am Samstag vom Schnee befreit.

Hunderte Helfer im Einsatz

Schneechaos im Landkreis: Das Schaufeln geht weiter

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Hunderte Einsatzkräfte kämpften am Wochenende auf den Dächern im Landkreis gegen die schweren Schneelasten. Der Einsatz geht am Montag weiter. Der Katastrophenfall wird auf jeden Fall bis einschließlich Dienstag gelten.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Es ist ein Aufgebot an Rettungskräften, das der Landkreis so wohl noch nie gesehen hat: Am Samstag versuchten rund 880 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, des BRK, der Bergwacht, der bayerischen Polizei und der Bundeswehr viele Dächer im Landkreis vom Schnee zu befreien. „Wir haben zahlreiche Gebäude heute abgeschaufelt, aber noch gibt es viel zu tun“, sagte Landrat Josef Niedermaier am Samstagabend.

Mit Blick auf die für Sonntagnachmittag angesagten Sturmböen und Regenschauer wollten die Helfer eigentlich auch in der Nacht weiterarbeiten. „Die Dachräumungen wurden dann aber doch nicht vorgenommen, da starker Wind angesagt war und es für die Einsatzkräfte einfach zu gefährlich gewesen wäre“, sagte Sabine Schmid, Pressesprecherin am Landratsamt, am Sonntag. Ausrücken mussten einige Feuerwehrleute nachts trotzdem: Umgestürzte Bäume blockierten laut Schmid die Kreisstraße 7 zwischen Oberfischbach und Königsdorf und die Ortsverbindung zwischen Egling und Moosham.

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Am Sonntag ging es dann noch einmal mit mehr Einsatzkräften weiter – darunter Kräfte aus Kelheim, Rottal am Inn, Fürstenfeldbruck sowie Stadt und Landkreis Straubing. Insgesamt rund 1100 Helfer waren laut Schmid bis in den Abend beim Räumen. „Dächer wurden freigemacht, aber auch Hydranten“, sagt die Landratsamtssprecherin. Insgesamt gab es 25 Einsatzstellen. Eigentlich wären es sogar noch mehr Helfer gewesen, aber 114 Einsatzkräfte aus Mittelfranken wurden nach einem Hilferuf aus Miesbach direkt in den Nachbarlandkreis weitergelotst.

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Auf der Prioritätenliste oben stehen die Schulen. „Wir sind nicht komplett fertig geworden. Deshalb geht es am Montag weiter“, so Schmid. Schließlich sollen bis Mittwoch – dann wird voraussichtlich wieder unterrichtet – alle Schulgebäude sicher sein. Bis Dienstag gehe man noch von einer Katastrophenlage aus, hatte Landrat Josef Niedermaier in einer Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder (" Seite 3) erklärt.

In der Nacht zum Montag wurde weitergearbeitet. „Der Regen hat dafür gesorgt, dass die Dachlasten noch einmal angestiegen sind. Der Schnee nimmt das auf wie ein Schwamm“, sagte Stefan Kießkalt, Sprecher der Kreisbrandinspektion, am Sonntag. „Akuter Handlungsbedarf“ bestand bei der Polizeiinspektion Wolfratshausen. Dort sei allerdings das Betreten des Dach schwierig, „weil die eine relativ große Fotovoltaikanlage haben“, schildert Kießkalt. Daher versuchte die Feuerwehr, den Schnee mit Wasser herunterzuspritzen.

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Das Landratsamt weist noch einmal darauf hin, dass die Rettungskräfte „primär Gebäude der öffentlichen Infrastruktur vom Schnee befreien“. Dazu zählen Feuerwachen und Bauhöfe, aber auch Krankenhäuser. Hausbesitzer dagegen „sind für ihre Dächer zunächst selbst verantwortlich. Das heißt, der Eigentümer muss das Dach gegebenenfalls mit Hilfe von Privatfirmen räumen“. Nur bei „akuter Gefahr für Leib und Leben“ kann man sich ans Bürgertelefon unter 0 80 41/79 34 70 wenden.

Neben dem Räumen der Dächer standen die Straßen im Mittelpunkt. „Das Straßennetz sollte weitgehend wieder befahrbar sein“, sagt Behördensprecherin Schmid. Einige Sperrungen – unter anderem die der Töl 10 zwischen Kirchbichl und Sachsenkam – gelten aber nach wie vor.

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Am Montag geht der Einsatz mit voller Kraft weiter. Fertig geräumt werden unter anderem die Fachklinik Gaißach sowie Schulen und Turnhallen in allen drei Städten. Kießkalt: „Die Leute sind immer noch hoch motiviert und arbeiten ganz, ganz fleißig.“

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