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Schneereichster Januar seit 2006? Das erwartet das Tölzer Land in den kommenden Tagen

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Von: Christiane Mühlbauer, Silke Scheder

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Der Tölzer Meteorologe Kai Zorn ist Wettermoderator der 20-Uhr-Nachrichten auf Sat1. © privat

Der Winter wird das Tölzer Land und die umliegende Region auch in den kommenden Tagen fest im Griff haben.

Bad Tölz - Der Tölzer Meteorologe Kai Zorn von www.wetter.com sagt ab Dienstagabend bis einschließlich Donnerstag neue, teils starke Schneefälle voraus. Zorn rechnet mit einem halben Meter bis Meter Neuschnee. 

Die Strömung kommt derzeit aus nordwestlicher und nördlicher Lage, erklärt Zorn, also aus Richtung Atlantik beziehungsweise Nordsee. Alles staue sich an den Alpen. „Weil sich die Luftmassen mischen, kann es zwischendurch immer wieder regnen“, sagt Zorn. Auch in der kommenden Woche wird es wohl so weitergehen - Zorn geht davon aus, dass es da nochmal zu starken Schneefällen kommen könnte. 

Lesen Sie auch: Skigebiet am Brauneck schließt wegen zu viel Schnee.

Die Wetterlage jetzt weckt Erinnerungen an den schneereichen Winter 2005/06 im Tölzer Land. „Damals hatten wir 132 Tage am Stück eine geschlossene Schneedecke“, weiß Zorn, „und es gab 132 Tage am Stück Frost“. Auch damals habe es Anfang Januar 2006 stark geschneit.  So ganz vergleichen könne man die Situation aber nicht, sagt Zorn: „Damals fiel der erste Schnee schon am 18. November 2005.“  

An den Winter 2005/06 gibt es auch eine böse Erinnerung: Am 2. Januar 2006 stürzte das Dach der Eislaufhalle in Bad Reichenhall ein, 15 Menschen kamen dabei ums Leben. 

Auch im Tölzer Land ist die Situation in einigen Bereichen derzeit brenzlig - und sie dürfte sich aufgrund der angekündigten Schneefälle noch weiter verschärfen. Die Jachenau ist derzeit von der Außenwelt abgeschnitten, und Spaziergänge im Wald sind derzeit lebensgefährlich, sagt Rudolf Plochmann, Leiter des Tölzer Forstbetriebs. Seine Förster melden „erhebliche Schneebruchschäden im gesamten Landkreis“. Das Problem ist der extrem schwere Nassschnee. Der bleibe vor allen in den Nadelhölzern gut hängen. Niemand wisse, wann die Wipfel der Bäume unter dieser Last abbrechen würden. 

Wie berichtet wurde am Sonntagnachmittag ein Tourengeher aus Penzberg am Blomberg von so einem herabfallenden Wipfel einer großen Fichte erschlagen. In einer Pressemitteilung weist die Tölzer Polizei noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass dem getöteten 44-Jährigen „keinerlei leichtfertiges oder unüberlegtes Verhalten attestiert werden“ könne. Es handle sich um einen „tragischen Unfall“.

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