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Ab heute werden die Silvester-Feuerwerkskörper verkauft. Bei Andreas Gerg im Tölzer Hagebaumarkt sind Batterien beliebter als einzelne Raketen.  

Silvesterfeuerwerk

Schön, aber brandgefährlich

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Bad Tölz-Wolfratshausen –  Es ist bunt in den Regalen: Ab heute können sich Hobby-Pyrotechniker wieder mit Knallern und Böllern eindecken. Das Feuerwerk darf an Silvester nicht fehlen. Doch Experten mahnen zur Vorsicht. Heuer kann es brenzlig werden.

Kein Regen weit und breit. Von Schnee ganz zu schweigen. „Es ist alles sehr trocken“, sagt Kreisbrandinspektor Hermann John. Für die Feuerwehr heißt das, Silvester mit angezogener Handbremse zu feiern. „Wir halten uns einsatzbereit.“

Wenn Donnerstagnacht das neue Jahr traditionell mit buntem Sternenregen am Himmel eingeläutet wird, sei das „heuer etwas riskant“, so John. Damit beim Anzünden der Feuerwerkskörper kein Flächenbrand entsteht, rät der Kreisbrandinspektor, nicht in trockenen Wiesen zu schießen und auf keinen Fall in der Nähe von Wäldern oder großen Büschen. „Der Abstand zu Häusern ist auch wichtig, damit nichts unter die Dächer gerät“, sagt John.

Aus diesem Grund dürfen Knaller und Böller auch nicht in der Nähe von Kirchen – beispielsweise am Kalvarienberg – gezündet werden. In Bad Tölz sind sie zudem in der Marktstraße, im Gries, am Kogel und am Ried verboten. „Dort könnte sich ein Brand schnell ausbreiten, und der Zugang ist für uns schwierig.“ Der historische Ortskern in Schlehdorf ist ebenfalls geschützt. Dort sind Feuerwerkskörper laut Gemeinde in der Seestraße tabu. Seit vergangenem Jahr sind sie auch am Kloster Benediktbeuern verboten. „Nachdem wir 2013 Raketensteckerl in den Türmen der Basilika entdeckt haben, haben wir Vorsichtsmaßnahmen ergriffen“, erklärt Franz Pölt, Geschäftsleiter der Gemeinde. Das Verbot sei im vergangenen Jahr eingehalten worden. „Bei mir sind keine Beschwerden eingegangen.“

Damit die bunten Lichter auch ihren Bestimmungsort – den Himmel – erreichen, sollten die Raketen sicher am Boden stehen. „Standsicher sind sie in einer leeren Flasche in einem Bierträger“, sagt John. Er sehe häufig Menschen auf der Isarbrücke, die Raketen aus der Hand abschießen. „Das sollte man auf keinen Fall machen.“ Auch in Briefkästen oder technischen Geräten in der Stadt haben Böller nichts zu suchen. „Damit entstehen große Schäden.“

Schießen ist nur am 31. Dezember und 1. Januar erlaubt. Verkauft werden dürfen die Raketen aber bereits ab heute. „Wir haben schon alles hergerichtet“, sagt etwa Andreas Gerg, der im Tölzer Hagebaumarkt fürs Feuerwerk zuständig ist. Neu habe er heuer Raketen mit Zerlegerladung. „Die schießen hoch und platzen in der Luft auf. Das knallt und ist farbig“, sagt Gerg.

Beliebter als einzelne Raketen seien aber Batterien, etwa Verbunde mit 1,8 Kilogramm Explosivmasse. „Einmal angezündet, haben sie eine Effektdauer von 180 Sekunden.“ Auch die „Big Packs“ stehen hoch im Kurs. „Das sind verschiedene Batterien in einer Packung.“ Wichtig sei aber vor allem, dass das Produkt in Deutschland zugelassen ist. Und: „Wir kontrollieren streng, ob der Käufer volljährig ist“.

So schön das Feuerspektakel für Menschen anzuschauen ist, für Tiere ist Silvester „der Horror“, sagt Walter Karlhuber, Vorsitzender der Isarwinkler Tierfreunde. Er bittet darum, Hunde und Katzen daheim einzusperren. „Meine drei Katzen haben an Silvester Todesangst und verkriechen sich im Keller.“

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