Totales Bahn-Chaos am Montagmorgen: DB ärgert sich über etwas, was auch die Kunden nervte

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Viel Glück für Pyeongchang: Hans Krey (Mitte), Ski-Nordisch-Beauftragter des SVO, überreicht einen Talisman an Lucas Bögl und Elisabeth Schicho (Schliersee). Der Ullr, Schutzpatron der Wintersportler, soll den Athleten in Südkorea Glück bringen-

Olympische Spiele

Schon vor dem Start fast alles erreicht

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Für drei Gaißacher geht ein Traum in Erfüllung: Sie sind bei Olympia dabei. Für zwei andere heimische Athleten ist der Traum von Olympia auf der Zielgeraden geplatzt.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Ein wahres Sportfest: Fast 3000 Athleten aus 92 Ländern. Alle vier Jahre kämpfen die besten Winter-Sportler der Welt in ihren Disziplinen um die bedeutendsten Goldmedaillen. „Olympia ist für einen Sportler das Größte“, sagt der Gaißacher Leo Pföderl. Und er ist mittendrin: Der 24-jährige Eishockey-Stürmer in den Diensten des Erstligisten Nürnberg Ice-Tigers ist einer von drei Athleten aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, die ab kommenden Freitag die deutschen Fahnen in Pyeongchang/Südkorea hoch halten. Ebenfalls dabei: Yasin Ehliz aus Gaißach, ebenfalls Eishockey-Stürmer der Ice-Tigers. Und Langläufer Lucas Bögl vom SC Gaißach. Bei den Paralympics, den Spielen für Sportler mit Behinderung direkt im Anschluss, ist der Thanninger Monoski-Fahrer Georg Kreiter dabei.


Wer es zu den olympischen Winterspielen schafft, hat viel erreicht. „Es war ein sehr bewegender Moment“, sagt Lucas Bögl, als er die Qualifikation in der Tasche hatte. Keine Spur mehr von der Erschöpfung nach der Weltcup-Verfolgung in Val di Fiemme, als er die neuntbeste Laufzeit zur Alpe Cermis hinaufbrachte. „Nur noch Euphorie.“ Diesen Sonntag bricht er nach Pyeongchang auf, peilt Top-10-Ergebnisse an, spekuliert sogar mit einer Medaille mit der Staffel.

Edelmetall wäre für das deutsche Eishockey-Team eine große Überraschung. Trotzdem sind Ehliz und Pföderl überwältigt, bei Olympia dabei zu sein. „Als kleiner Bua hätte ich mir das nie träumen lassen“, sagt Pföderl (24). „Das ist die Krönung dieser Saison – ach was, eher drei Kronen. Mehr geht nicht.“ Ehliz sieht das genauso. „Jeder träumt von Olympia, für uns geht der Traum in Erfüllung“, sagt der 25-Jährige. „Ich freue mich brutal drauf.“

Für zwei andere heimische Athleten ist der Traum von Olympia auf der Zielgeraden geplatzt: Konrad Abeltshauser aus Heilbrunn-Unterbuchen (Eishockey-Verteidiger beim EHC München) und die Lenggrieser Skicrosserin Heidi Zacher verpassen die Spiele. Abeltshauser, der eine schwierige Saison hatte und erst allmählich wieder zu alter Form aufläuft, ist nur als Ersatz auf Abruf im Kader. Der 25-Jährige könnte nachrücken, falls ein Verteidiger ausfällt. Für Zacher ist das Thema Olympia erledigt: Ein Kreuzbandriss macht Skifahren vorerst unmöglich.

Leo Pföderl Torjäger der Nürnberg Ice-Tigers aus Gaißach

Extrem bitter für die Ski-Crosserin des SC Lenggries, weil sie sich nach einer starken Saison berechtigte Hoffnungen auf Edelmetall hätte machen können. Qualifiziert war sie längst. Sie war bei allen Weltcups in den Top-10, fünfmal auf dem Stockerl, einmal ganz oben. Doch beim Training in Idre Fjall/Schweden riss das Kreuzband im linken Knie bei der Landung nach einem Sprung. Sie ist mittlerweile guter Dinge, wurde zur Einkleidung der Olympioniken nach München eingeladen. Dort betonte sie, dass sie nicht ans Aufhören denkt. „Ich möchte definitiv wieder auf Ski.“

Während Zacher beim Deutschen Skiverband nicht die einzige geplatzte Medaillenhoffnung ist, schickt der Skiverband Oberland mehr Athleten denn je zu den Spielen: Neben den Langläufern Lucas Bögl und Elisabeth Schicho (SC Schliersee) hat sich auch Biathletin Vanessa Hinz (SC Schliersee) qualifiziert. „Drei nordische Olympia-Teilnehmer: Das gab’s im SVO noch nie“, freut sich der Heilbrunner Hans Krey. Der Ski-Nordisch-Beauftragte des SVO war extra zum Weltcup nach Seefeld gefahren, um den Athleten einen Talisman zu überreichen: Den Ullr, Schutzpatron der Wintersportler.

Georg Kreiter tritt die Reise nach Südkorea ein wenig später an. Der Thanninger musste bis zuletzt um seine Nominierung bangen, weil viele Qualifikationsrennen dem Schneemangel zum Opfer fielen. Als Bundestrainer Justus Wolf ihm jetzt seine positive Entscheidung mitteilte, fiel dem 32-Jährigen ein Stein vom Herzen, er freute sich riesig. Doch er weiß auch, dass er liefern muss. „Ich muss mich steigern, wenn ich um die Medaillen mitfahren will.“ Genau das hat er vor. „Und vielleicht kehrt jetzt bei mir die nötige Lockerheit zurück“, hofft Kreiter.

Ein Olympionike muss noch um seine Teilnahme bangen: Marcel Rodman, Stürmer der Tölzer Löwen, ist für den slowenischen Kader nominiert. Allerdings hat sich der 36-jährige Mittelstürmer gegen Freiburg eine Innenbandverletzung im Knie zugezogen. Doch er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, bis zur Abreise wieder fit zu sein.

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