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Eine Woche sportliche Abwechslung zum Schulalltag: Die meisten Schulen im Landkreis fahren nach wie vor ins Skilager 

Die Reaktion der Schulleiter  

Ist das Skilager noch zeitgemäß?

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Auf den Pisten in den Bergen unterwegs sein: Laut vieler Schulleiter ist das nach wie vor Wunsch von Schülern und Eltern. Trotzdem reagieren viele Schulen dabei auf die aktuellen Umweltdebatten. 

Bad Tölz-Wolfratshausen – In vielen Schulen ist es bald wieder so weit: Es geht ins Skilager. Doch der Klimawandel und der derzeit wenige Schnee werfen die Frage auf, ob das Skilager noch zeitgemäß ist. Immer mehr Schulen reagieren auf die aktuellen Debatten rund um den umweltbelastenden Sport und finden Kompromisse, wie Schüler guten Gewissens wintersporteln können.

Der Schulleiter des Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums, Alexander Göbel, erklärt: „Umweltschutz kommt in der 7. Klasse sowohl im Lernbereich ,Freizeit und Umwelt‘ als auch in ,Sportliche Handlungsfelder‘ vor.“ Hier erlernen die Schüler laut Göbel eine differenzierte Betrachtung des Wintertourismus’ und bekommen Einblicke in alternative Tourismusformen. Bei dem mehrtägigen Skilager werden die Kinder einen Tag lang auch im Langlaufen unterrichtet.

„Umweltschutz wird im Schulalltag groß geschrieben.“

Auch die St.-Ursula-Schulen in Hohenburg haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Schulleiterin der Mädchen-Realschule, Stefanie Scheja, erklärt: „Wir sind eine Schule des Wintersports und dem Skifahren sehr verbunden, daher gibt es bei uns auch nach wie vor das Skilager.“ Dennoch wird Umweltschutz im Schulalltag groß geschrieben. „Unsere Schülerinnen können auch umweltfreundlichere Wintersportarten wie Rodeln oder Langlaufen lernen. Wir wollen dieses Angebot auch im Skilager ausweiten“, sagt sie. 

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Das Hohenburger Gymnasium geht damit ähnlich um. Als Partnerschule des Wintersports ist für Schulleiter Christoph Beck das Skilager nicht wegzudenken. „Wir haben auch Schülerinnen, die im Leistungskader sind“, sagt er. Das Skilager stärke zudem den Klassenzusammenhalt und die Vernetzung der Kinder untereinander. Die Wintersportwoche auf regionalen Bergen abzuhalten, sieht er kritisch: „Wir brauchen eine schneesichere Region. Außerdem sollen die Mädchen die Möglichkeit bekommen, in der Gruppe von zu Hause weg zu sein.“ Das unterstütze auch die Selbstbewusstseinsfindung. „In Bezug auf den Umweltschutz würde ich nur dann ein Problem sehen, wenn zusätzliche Regionen erschlossen werden müssten“, sagt er.

Zahlreiche Diskussionen über Alpinsport an den Schulen

Für Astrid Barbeau, Schulleiterin des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums in Icking, ist Skisport für ihre Schüler ebenfalls wichtig. „Bei uns gibt es sogar die Möglichkeit, dass Schüler zu Skilehrern ausgebildet werden.“ Laut Barbeau gab es zahlreiche Diskussionen über Alpinsport und Umweltschutz. „Eine Befragung von Eltern, Schülern und Lehrern hat einen großen Zuspruch für den Wintersport ergeben. Das heißt aber nicht, dass wir das blauäugig angehen“, sagt Barbeau. „Wir bieten auch umweltfreundliche Wintersportarten an. Weiter berechnen alle Klassen den durch die Fahrt entstehenden ökologischen Fußabdruck.“ Die Eltern können dann freiwillig eine entsprechende CO2-Abgabe zahlen. Das Geld geht zu 50 Prozent an Umweltprojekte der Schule, der Rest an die Organisation „atmosfair“. „Zusätzlich werden die Klassen über Alpen- und Lawinenkunde aufgeklärt“, erklärt Barbeau.

Anfahrt ins Skilager mit dem Reisebus

Christoph Strödecke, Schulleiter des Gymnasiums Geretsried, ist der Meinung, dass die sozialen und pädagogischen Aspekte des Skilagers überwiegen. „Trotzdem sieht unsere Schule auch den Umweltaspekt. Daher fahren wir in keine künstlich beschneiten Gebiete, und die Schüler bekommen Lerneinheiten über umweltfreundliches Verhalten und Natursport.“

Alle Schulen im Landkreis fahren die verschiedenen Skigebiete mit dem Bus an.

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