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„Sehnsuchtsorte in den Alpen“: Tölzerin veröffentlicht Hütten-Buch

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Sehnsuchtsort: Blick von der Terrasse der Lenggrieser Hütte in den Nachthimmel – mit den Lichtern der Zugspitze im Hintergrund. © Bern Ritschel

Eine der Lieblingshütten von Sandra Freudenberg ist die „Lenggrieser Hütte“ am Seekar. Aber nicht nur sie beschreibt sie in einem neuen Buch.

Lenggries/Bad Tölz Eine der Lieblingshütten von Sandra Freudenberg ist die „Lenggrieser Hütte“ am Seekar. Besonders angetan hat es ihr dabei der Umstand, dass das „wahnsinnige Panorama“ tatsächlich erst von der Terrasse der Hütte aus zu sehen ist. „Außerdem gibt es viele Möglichkeiten, von dort aus Touren zu starten, das Essen ist toll und das Wirtepaar Michaela und Florian Durach wahnsinnig nett“, findet die Bergsportjournalistin und Mitautorin des soeben erschienen National-Geographic-Bildbands „Hütten²“. Gemeinsam mit dem Journalisten und Autor Frank Eberhard hat die 49-jährige Tölzerin die Fortsetzung des vor drei Jahren erschienen Bildbands „Hütten – Sehnsuchtsorte in den Alpen“ geschrieben. Die spektakulären Fotos lieferte wieder der Kochler Fotograf Bernd Ritschel. Mittlerweile ist das Werk ganz nach oben in der Bestseller-Liste der Bergbücher.

„Eine Hütte ist weder ein Gasthaus noch ein Hotel“

„Sehnsucht, Zuflucht und Faszination“ nennen sie ihre Liebe für die Berghütten. Die Bandbreite ist groß. Vom riesigen Haus auf einem beliebten Fernwanderweg bis zur kleinen Selbstversorgerhütte in einem eher unbekannten Eck der Alpen. „Im Grunde darf man dankbar sein, wenn man auf dem Berg einen Platz für die Nacht findet und etwas zu Essen bekommt“, findet Sandra Freudenberg. „Eine Hütte ist weder ein Gasthaus noch ein Hotel, sondern zuallererst ein Ort, an dem man Schutz suchen kann.“ Die erste Aufgabe eines Hüttenwirts sei es daher nicht, Sterne-Essen zu kochen; denn sein Betätigungsfeld ist weitaus größer. Die Wartung der Hütte mit allen technischen Ansprüchen von Solar- bis zur Kläranlage ist da vorrangig. „Umso glücklicher kann man sich schätzen, wenn man – wie in der Lenggrieser Hütte – den wunderbarsten Schweinebraten vorgesetzt bekommt“, sagt Freudenberg.

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In dem neuen Bildband stellt Sandra Freudenberg insgesamt 33 Berghütten vor. © Gokus

Zwei Jahre hat die Fertigstellung des Buches gedauert. In dieser Zeit hat Sandra Freudenberg 33 Hütten in Bayern, Österreich, der Schweiz und Italien besucht und dort auch übernachtet. Die Auswahl hat sie gemeinsam mit Bernd Ritschel getroffen. Zu dessen Fotos gibt es jeweils einen kurzen Text, im erzählerischen Stil gehalten. Doch auch in Museen und Archiven hat Sandra Freudenberg gestöbert, um so mehr über die Geschichte der einzelnen alpinen Schutzhäuser zu erfahren.

 Eine Hütte sei für einen Bergsteiger immer ein Übergangsort. „Entweder startet man gerade in ein Abenteuer oder kehrt von einem zurück.“ Freudenberg kommt eigentlich aus der Eifel, ist aber mit 17 Jahren in ein Internat nach Garmisch gezogen und seitdem den Bergen verfallen. Sie geht jeden Tag irgendwo hinauf, gerne im Morgengrauen und in Begleitung ihres Hundes. „Als Kind bin ich mit meiner Oma sehr viel gewandert, und sie hat mir immer Geschichten dazu erzählt. Das ist offenbar hängen geblieben“, sagt sie.

Bergsteigergespräch beim StadtLesen in Bad Tölz

Gemeinsam mit Tom Dauer, einem renommierten Bergsportjournalisten und Filmemacher wird Sandra Freudenberg am Freitag, 12, Juli, am „Tölzer StadtLesen“ teilnehmen. Die beiden Alpinisten führen dabei eine Art Bergsteigergespräch unter dem Motto „Geschichten aus der Nähe“ mit dem Publikum. Beginn ist um 18 Uhr am Winzerer-Denkmal.    

Der Bildband „Hütten²“ ist erschienen in der National-Geographic-Reihe ist erhältlich im Buchhandel und im Internet (49,99 Euro). Ines Gokus

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