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Die drei Verantwortlichen der Tölzer Servicestelle (v. li.): Sandra Donhauser, Sabine Gerg und Sarah Heinle. 

Servicestelle „Frau und Beruf“

Neuanfang: Das geht auch mit 50

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Von den bisher rund 300 Kursteilnehmern haben zwei Drittel eine Arbeitsstelle gefunden. Jetzt startet die Servicestelle „Frau und Beruf“ in ihr viertes Jahr.

Bad Tölz– Drei neue Verantwortliche, neuer Standort auf der Tölzer Flinthöhe, neue dreijährige Förderung aus dem europäischen Sozialfonds: So startet die Servicestelle „Frau und Beruf“ in die nächste Runde ihrer Angebote. Im November beginnt eine sechsmonatige Qualifizierungsphase, die die Servicestelle in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter anbietet und bei der die Teilnehmerinnen praktische Berufserfahrungen sammeln. Schon diesen Monat starten erste Workshops.

Die Stelle „Frau und Beruf“ für beruflichen Wiedereinstieg und Neuorientierung in Bad Tölz und Wolfratshausen gibt es seit drei Jahren. Sabine Gerg, Sandra Donhauser und Sarah Heinle führen seit August das Büro.

Themen der Workshops sind zum Beispiel „Mein Kompetenzprofil für den beruflichen Wiedereinstieg“, „Erster Eindruck – Bewerbung“ oder „Stark werden, stark bleiben. Positiver Umgang mit Konflikten im beruflichen Alltag“. Aber „zunächst geht es um die jeweilige Persönlichkeit“, sagt Diplom-Betriebswirtin Donhauser. „Es gilt, persönliche Stärken zu entdecken, die während einer Kinderpause geschlummert oder sich erst dann gezeigt haben. Lebenserfahrung ist auch eine Stärke.“ Frauen sollten erkennen, dass sie mit 45 oder 50 Jahren beruflich noch etwas Neues beginnen können.

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Zahlen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass 40 Prozent der Teilnehmerinnen über 40 Jahre alt sind. Aber es ist auch schon mal eine junge Schulabgängerin dabei – und immer wieder Männer. „Wir sind Ansprechpartner für alle“, betont Donhauser. Von den bisherigen rund 300 Kursteilnehmern haben zwei Drittel anschließend eine Arbeitsstelle gefunden beziehungsweise ihre berufliche Situation verbessert. Zehn Prozent gründeten eine neue Existenz.

Sozialpädagogin Gerg will sich auch in den Unternehmen in der Region umsehen. „Wir wollen herausfinden, wo welcher Bedarf besteht, und die Firmen auf unsere Teilnehmer aufmerksam machen“, erklärt sie.

Die Referenten kommen alle aus der Praxis, sprich aus Unternehmen oder Behörden. Alle Angebote sind kostenlos. Umschulungen gehören nicht dazu.  bib


Infos

auf www.frau-und-beruf.net sowie per E-Mail an servicestelle@frau-und-beruf.net.

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