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Die starken Schneefälle beschädigten die Blombergbahn und sorgten für Lebensgefahr durch umknickende Bäume.

Sesselbahn und Teile der Rodelbahn am Wochenende geöffnet - Nachtrodeln am Samstagabend möglich

Blomberg: Start nach bitterer Zwangspause

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Erstmals seit den starken Schneefällen der ersten Januarhälfte kann am Wochenende am Blomberg teilweise der Betrieb aufgenommen werden. Für Bergbahnbetreiber Hannes Zintel ist dieser Winter dennoch ein Fiasko. Die Aufräumarbeiten werden noch lange dauern.

Bad Tölz– Die gute Nachricht zuerst: Die Doppelsesselbahn und die Winterrodelbahn (von der Mittelstation bis ins Tal) werden am Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr geöffnet sein, berichtet Hannes Zintel. Außerdem ist am Samstag von 19 bis 22 Uhr Nachtrodeln.

Der Rodelweg von der Mittelstation bis Tal wird aber nur für das Wochenende freigegeben, der obere Rodelweg bleibt weiterhin gesperrt. Das Berggasthaus hat am Wochenende geöffnet. Es ist über die Forststraße zu erreichen, auch von der Bergstation der Bahn kann man hinüberlaufen. Die Forststraße ist wie berichtet seit Dienstag freigegeben. Auf diesem Weg kann man derzeit wandern. Andere Wanderwege darf man weiterhin nicht begehen. „Da besteht nach wie vor Lebensgefahr“, warnt Kurdirektorin Brita Hohenreiter. Auf der Forststraße, also dem Wirtschaftsweg für Autos zum Blomberghaus, darf man nicht rodeln.

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Seit dem Ende der Weihnachtsferien, als die erste große Schnee-Welle übers Tölzer Land zog, steht am Blomberg alles still. Die Schäden, die in den vergangenen Wochen entstanden sind, beschreibt Bergbahnbetreiber Hannes Zintel als „eine Katastrophe, die ich so noch nicht erlebt habe“. Der Schaden, inklusive Umsatzausfall werde im sechsstelligen Bereich liegen.

Nach drei Wochen Pause können Freizeitbetrieb und Rodelspaß an diesem Wochenende zumindest teilweise wieder starten.

Es gab nicht nur, es gibt auch noch weiterhin viel zu tun. „Es ist unglaublich, wie viele Bäume umgerissen wurden“, sagt Zintel, der das Gelände mit einem Baumkontrolleur besichtigt hat. Man müsse derzeit Trassen freischneiden. Die Rinde der Bäume sei aufgeplatzt und habe Risse. Bei der Arbeit sei Eile geboten, denn: „Wenn wir die Bäume nicht bis zum Frühjahr entfernt haben, setzt sich der Borkenkäfer hier an den gedeckten Tisch. Das wäre dann die nächste Katastrophe.“

An der Seilbahn waren Bäume auf die Trassen gefallen, Sessel waren verbogen, teilweise war die Elektrik an den Stützen beschädigt. Mit einer magnetinduktiven Prüfung habe man alles „geröntgt“, um weitere Schäden auszuschließen. Außerdem wurden die 115 Sessel ausgebaut und untersucht. „Acht Sessel sind so beschädigt, dass wir sie nicht mehr einsetzen können.“ Bei Nachbestellungen betrage die Lieferzeit derzeit ein halbes Jahr, dann komme noch die TÜV-Abnahme. „Ich schätze, das wird bis zum Sommer dauern“, sagt Zintel.

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Auch den „Blomberg-Blitz“ habe es arg getroffen. Hier seien Bäume in die Gleise gefallen und haben diese teilweise zerschlagen. „Den Blitz können wir in Kürze auf keinen Fall öffnen“, sagt Zintel. Auch die Sommerrodelbahn und der Rodellift seien beschädigt.

Dass er an diesem Wochenende zumindest teilweise den Betrieb aufnehmen kann, ist für Zintel eine Erleichterung. „Denn wir sind auf jede Einnahme angewiesen.“ Er hofft, dass er auch an den kommenden Wochenenden den Betrieb in dieser Form aufrechterhalten kann, und dass möglichst keine Frühjahrsstürme kommen. Zintel schätzt, dass sich die Aufräumarbeiten ohnehin bis Ostern hinziehen.

Deckt so einen Schaden eigentlich die Versicherung? An diesem Freitag hat Zintel einen Termin. Man habe zwar Versicherungen, sagt er, „aber man schwitzt natürlich schon, was da noch im Kleingedruckten auftauchen kann“.

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