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Glückwunsch den Preisträgern der Isar-Loisach-Medaille 2017: Landrat Josef Niedermaier (re.) gratulierte im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern seinem Vorgänger Manfred Nagler (li.) sowie (ab. 2. v. li.) Martin Sappl, Dr. Wolfgang Pintgen, Margit Huber, Anneliese Stecher und Elfriede Wilfing. 

Isar-Loisach-Medaille

„Sie machen den Landkreis menschlicher“

Es ist die höchste Auszeichnung, die der Landkreis vergibt: die Isar-Loisach-Medaillen. Fünf Ehrenamtliche wurde am Donnerstagabend ausgezeichnet.

Benediktbeuern – Die Feierstunde zur Verleihung der Isar-Loisach-Medaillen stand diesmal unter einem besonderen Vorzeichen: Es war die bereits 20. Auflage in Folge, in der diese Auszeichnung an verdiente ehrenamtlich tätige Menschen überreicht wurde.

„Die Isar-Loisach-Medaille ist die höchste Würdigung, die der Landkreis zu vergeben hat“, unterstrich Landrat Josef Niedermaier bei seiner Begrüßung am Donnerstagabend im altehrwürdigen Barocksaal des Klosters Benediktbeuern vor vielen Gästen, darunter auch eine Reihe Preisträger aus früheren Jahren. Man wolle damit die Wertschätzung für herausragende ehrenamtliche Leistungen im Dienste für andere zum Ausdruck bringen.

Aus der Vorschlagsliste auserkoren worden waren diesmal Margit Huber aus Lenggries, Dr. Wolfgang Pintgen aus Geretsried, Martin Sappl sen. aus Ellbach, Anneliese Stecher aus Münsing und Elfriede Wilfling aus Geretsried.

„Menschen wie Sie machen unseren Landkreis bunter, menschlicher und wärmer“, umschrieb Niedermaier die Bedeutung des Engagements der fünf Auserwählten, deren Einsatz sich über verschiedenste Bereiche erstreckt. Dass es trotz immer größerer gesetzlicher und zeitlicher Hürden Menschen gebe, die sich davon nicht aufhalten ließen, sei ein Glücksfall. In den höheren politischen Ebenen würde zwar oft vom Ehrenamt gesprochen, doch die nötige Unterstützung bleibe meistens aus.

Die Festrede des Abends, der musikalisch vom Trio Piccante erfrischend und gekonnt umrahmt wurde, hielt Manfred Nagler. Er hatte seinerzeit als amtierender Landrat die Isar-Loisach-Medaille initiiert. Dass diese Würdigung in Form einer Medaille dargeboten werden sollte, habe sich aus den Überlegungen ergeben: „Eine Urkunde erschien als zu wenig und zur Bierkrügl-Inflation wollten wir auch nicht beitragen.“ Der Entwurf der Medaille stamme vom früheren Bezirksheimatpfleger Paul Ernst Rattelmüller. Er habe selbst einige Ehrenämter innegehabt und daraus Erfahrungen geschöpft, so Nagler in seinem Rückblick. Und er habe im persönlichen Umfeld einige Leute, die aus dem Gespür der Notwendigkeit heraus bewusst und konsequent Zeit für freiwillige Dienste einbrächten. „Was würden wir denn machen ohne all die Ehrenamtlichen, ob im Sozialen, Kulturellen, im Umwelt- oder Sportbereich?“

Dass sich unter diesen Engagierten auch kritische Leute befänden, sei gut und wichtig. Auf sie alle passe der Spruch aus dem alten Testament „...ich erkannte, dass es nichts Besseres gibt, als froh zu sein und das Gute im Leben zu tun.“

Dass Nagler die Würdigung von uneigennützigen Leistungen durch den Landkreis damals mit viel Herzblut ins Leben gerufen hatte, das sollte nun auch Anerkennung finden: Niedermaier überreichte seinem Amtsvorgänger ebenfalls eine Isar-Loisach-Medaille. „Du bekommt sie nicht verliehen, sondern als Geschenk zur Erinnerung.“

Die fünf Ausgezeichneten wiesen in ihren Dankesworten übereinstimmend darauf hin, dass einer allein oft nur wenig bewirken könne. Meistens bedürfe es gleichgesinnter Mitstreiter und des Rückhalts in der Familie.

Zu den Kritischen gehört auch Elfriede Wilfling, die zu ihrem speziellen Thema Inklusion meinte: „Es wäre besser, wenn es unseren Verein gar nicht bräuchte, sondern in dieser Sache auftretende Missstände und Erfordernisse generell auf der Tagesordnung wären.“ (Rosi Bauer)

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