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14 Sozialwohnungen sollen auf dieser Brachfläche an der Kohlstattstraße (im Hintergrund der Jägerwirt) entstehen.

Günstige Wohnungen

Sieben Euro Miete pro Quadratmeter

Bad Tölz – Die Baugenossenschaft Lenggries will in der Kohlstatt 14 günstige Wohnungen bauen. Das   Belegungsrecht hat die Stadt.

Von nichts kommt nichts. Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Lenggries will in der Kohlstatt auf städtischem Grund ein Mehrfamilienhaus mit 14 Wohnungen errichten. Das sei absolut begrüßenswert, wie Bürgermeister Josef Janker nun im Tölzer Bau- und Stadtentwicklungsausschuss sagte. Die Stadt will schließlich nach Jahren der Zurückhaltung wieder den Wohnungsbau für Geringverdiener fördern. Der Quadratmeter soll „moderate sieben Euro“ Miete kosten, wie Janker berichtete.

Damit so eine Miete aber möglich ist, muss die Stadt durchaus bemerkenswerte Zugeständnisse machen. So muss der Bauträger keinen der 16 erforderlichen Parkplätze in einer Tiefgarage errichten. Stattdessen wird auch eine Stellplatzablöse akzeptiert.

Die Stadt übernimmt es, entlang des rund 800 Quadratmeter großen Grundstücks südlich des „Jägerwirts“ mindestens zehn öffentliche Stellplätze als Senkrechtparker anzulegen. Der Bauträger hatte sogar gehofft, die Stellplatzablöse um die Hälfte drücken zu können, da die Mieterklientel doch nur zu 50 Prozent ein Fahrzeug besitzen werde. Das fand Stadtbaumeister Hannes Strunz dann doch etwas optimistisch. „Außerdem hat das nichts mit Baurecht zu tun.“ Die Stellplatzablöse bleibt also bei rund 240 000 Euro – so besagt es die Stellplatzsatzung. Der Baukörper wird gedrungener als die sonstigen Gebäude in der Kohlstatt. Statt die sonstigen 9 bis 11,50 Meter Breite entsteht eine fast 16 Meter breite Anlage mit Mittelflur, von dem aus die 14 Wohnungen – zwei davon größer als 65 Quadratmeter – abzweigen. Der Baukörper wird aber nicht so hoch wie die Nachbarhäuser. Janker hoffte, dass die Dachneigung noch so angepasst werden kann, dass Ziegel möglich sind.

Der Bonus für die Stadt: Sie hat 20 Jahre lang bei sieben Wohnungen ein Belegungsrecht. „Und was ist danach?“, wollte Andrea Grundhuber (Grüne) wissen. Dann sei die Baugenossenschaft frei in ihrem Handeln, war die Antwort. Ein kleines Stückchen Grund will die Stadt übrigens zurückbehalten, um es als Grünfläche mit Baum zu erhalten.

Der Vorbescheidsantrag wurde einstimmig befürwortet.  cs

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