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Landrat Josef Niedermaier (re.) mit den Laudatoren und Preisträgern (v. li.): Pater Karl Geißinger, Oliver Hoffmann, Matthias Fischer, Pater Heiner Heim (alle ZUK/Verein Brücke), Marion Loewenfeld, Josef Birzele, Katharina Horvat, Miriam Stiel (alle Jugendsiedlung Hochland), Erich Rühmer, Claus Leierseder (beide Isartalverein) sowie Ursula und Hans Benno Suttner (Holzmarkt Suttner GmbH).

Preisverleihung

Das sind die Gewinner des Landkreis-Umweltpreises

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Vier würdige Preisträger wurden am Donnerstag mit dem Umweltpreis des Landkreises ausgezeichnet. Sie überzeugten die Jury durch ihr jahrzehntelanges Engagement für die Umwelt.

Bad Tölz – Eine „illustre Schar von Umweltbegeisterten“ begrüßte Landrat Josef Niedermaier im Landratsamt. Musikalische umrahmt wurde die Feier sehr stimmungsvoll von der „hoib und hoib“-Musi. Zum Auftakt gratulierte Niedermaier Hans Neumann und überreichte ihm einen Scheck über 1000 Euro. Der Münsinger hatte den Künstlerwettbewerb zur Gestaltung des Umweltpreises gewonnen. Seine Bronzeskulptur eines Zweigs mit zwei Vögeln ersetzt die bisherige Plakette, deren Gussform zu Bruch gegangen war.

Holzmarkt Suttner

Die Laudatio auf den Holzmarkt Suttner übernahm der Dietramszeller Vize-Bürgermeister Michael Häsch. Das Unternehmen mit Sägewerk und Holzhandel ist ein Familienbetrieb in der vierten Generation. „Die fünfte Generation gibt es auch, aber die musste heute altersbedingt schon ins Bett“, scherzte Häsch. Nachhaltigkeit sei für Suttners nicht nur ein Wort. Fotovoltaik, Wasserkraft und Biomasse – auf diesen Energiemix setzt der Betrieb. Be- und verarbeitet wird Holz aus der Region – und zwar aus nachhaltiger Forstwirtschaft. „Ein Festmeter Holz, der im Bau verwendet wird, bindet eine Tonne CO2“, verdeutlichte Häsch. 25 Mitarbeiter und drei Azubis hat das Unternehmen – „ein wirklich würdiger Preisträger, der eine Beispielfunktion für andere hat.“ Hans Benno Suttner war „sehr gerührt“ über die Auszeichnung, die er auch als „große Verantwortung“ für die Zukunft empfindet. Sein Dank galt den Mitarbeitern und seiner Familie.

Isartalverein

Der Isartalverein um den Vorsitzenden Erich Rühmer ist so engagiert, dass Laudator Michael Grasl nur wenige Projekte herausgreifen konnte – quasi „ein Isarflimmern“, sagte der Münsinger Bürgermeister. Der Wildfluss sei keine Eventarena. „Wir brauchen einen respektvolleren Umgang mit unseren Lebensräumen. Das ist das Anliegen des Vereins.“ Gerade Rühmer sei ein steter Streiter für die Isar. „Er hat immer Lösungen im Gepäck, aber auch einiges an Nachdruck und Ausdauer“, sagte Grasl. Die Beweidungsprojekte in der Pupplinger Au und an der Isar zwischen Tölz und Vorderriß, das virtuelle Museumsprojekt www.isargeschichten.de oder auch der der Bau des Gehwegs auf der Dürnsteiner Brücke gehen auf das Konto des Vereins. „Was wäre unsere Heimat ohne ihn?“, fragte Grasl.

Im voll besetzten Sitzungssaal des Landratsamts wurden die Preise am Donnerstag übergeben.

Im Engagement will Rühmer auch nicht nachlassen. „Ständige Steigerung des Verkehrs, Siedlungsdruck, Mountainbiker, Schlauchbootfahrer, alles stört uns etwas, weil es immer zehn Prozent gibt, die sich nicht an die Regeln halten“, sagte der Vereinschef.

ZUK

Für das seit 2007 bestehende Projekt „Hoffnungsstark“ mit straffälligen und sozial benachteiligten Jugendlichen wurde das Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) ausgezeichnet. Die jungen Männer arbeiten in der Natur und lernen Teamwork und Rücksichtnahme, entdecken aber auch verborgene Talente. In einem Film, den Laudator Pater Heiner Heim zeigte, berichten die Jugendlichen, wie sehr sie die Naturerfahrung verändert hat. Es gehe immer darum, ihnen zu vermitteln, „dass das, was Du im Rahmen des Projekts schaffst, das ist, was Du auch im wirklichen Leben schaffst“, so der Vorsitzende des ZUK-Trägerverbunds. ZUK-Rektor Pater Karl Geißinger nahm den Preis entgegen. „Leider gibt es in unserem Landkreis mehr Minderjährige, die mit ihrem Leben nicht so zurechtkommen. Es ist ein tolles Projekt. Bitte unterstützen Sie uns weiter“, bat Geißinger.

Jugendsiedlung

Vielfältiges Engagement in Sachen Natur und Umwelt gibt es in der Jugendsiedlung Hochland. „Die Umweltstation leistet seit 20 Jahren vorbildliche Bildungsarbeit“, betonte Marion Loewenfeld, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung. Das Angebot richte sich an junge Menschen, „die Natur erfahren und sich mit einer nachhaltigen Zukunft auseinandersetzen wollen“. Alles stehe unter dem Motto „Vielfalt schätzen, Schöpfung bewahren, Menschen bewegen.“ Zu diesem Gedanken passe, dass auch bei der Infrastruktur und der Betriebsführung Ökologie und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. „Ihr könnt stolz auf Euch sein“, sagte Loewenfeld. Josef Birzele, Chef der Jugendsiedlung, gab das Lob an alle Mitarbeiter weiter. Seine Aufforderung: „Die sicherste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie selbst zu gestalten.“

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