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Strahlende Preisträger und Laudatoren (auf das Bild klicken, um alle zu sehen): Landrat Josef Niedermaier (3. v. li.) mit (v. li.) Laudator Prof. Andreas Hofmeir, Betriebsleiter Ferdinand Kleinschmidt, Aufsichtsratsmitglied Gerhard Meinl, Marketingleiter Andreas Gafke (alle Crampon Deutschland GmbH), Laudatorin Margit Niedermaier, Elisabeth Trischberger, 2. Vorsitzende der Unternehmerfrauen im Handwerk, Vorsitzende Sandra Büttner (alle Unternehmerfrauen im Handwerk) sowie Geschäftsführer Ralph Wuppinger, Geschäftsführer Stefan März, Prokuristin Gabriele März, Laudator Claus Mayer-Fasold und Betriebsleiter Omar El-Amad (alle Stemin GmbH).

Zwei Unternehmen ausgezeichnet

Das sind die Wirtschaftspreisträger des Landkreises

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Eine Laudatio in Reimform, musikalische Leckerbissen und würdige Preisträger: In einer kurzweiligen Feierstunde wurden am Dienstag die Wirtschaftspreise des Landkreises an die Buffet Crampon Deutschland GmbH aus Geretsried und die Königsdorfer Firma Stemin verliehen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Geretsried ist das Mekka für Tuba-Spieler aus aller Welt. Die Instrumente, die am Seniweg gefertigt werden, erklingen in den renommiertesten Orchestern rund um den Erdball. Auf die Geschichte des Unternehmens, das vor dem Verkauf 2012 an den französischen Klarinettenhersteller Buffet Crampon Wenzel Meinl hieß und die im böhmischen Graslitz begann, ging Gerhard Meinl ein. Der vormalige Chef sitzt heute im Aufsichtsrat des Unternehmens. Die Entwicklung zeige, so Meinl, dass ein mittelständischer Betrieb auch in einer globalisierten Welt bestehen könne. Denn schließlich, so der Geretsrieder weiter, „hat Handwerk goldenen Boden“.

Einen besseren Laudator als Andreas Hofmeir hätte das Unternehmen nicht wählen können. Der Professor für Tuba am Salzburger Mozarteum, Kabarettist, Autor und ehemalige Musiker bei „LaBrassBanda“ hielt seine neunminütige Lobrede in Reimform und sorgte für viel Heiterkeit unter den rund 300 Gästen. Er schloss seinen Vortrag mit Blick auf den Preises mit den Worten: „Den kriegen sie heut auch zurecht, gar viele wollten’s schon probieren. Doch das geht nicht, die Kunst ist echt – Chinesen können’s lang probieren. Ich für meinen Teil bin stolz und dankbar, dass ich blasen darf in dieses wunderbare Blech. Die Fanny macht mich richtig scharf und hoffentlich auch Euch, nicht wahr, damit ihr alle Tuba lernt, ab morgen, gell, und dann ist klar: Zum Tubakauf nicht weit entfernt fahrt nicht nach Wien, nach Tokio, nach Sidney oder Winnipeg. Die beste Tuba wart’ doch scho’ im wunderschönen Seniweg.“ Und dann ließ Hofmeir sein Instrument, die „Fanny“, erklingen – begleitet von seiner Lebensgefährtin Barbara Schmelz am Flügel.

Rund 300 Gäste aus Wirtschaft und Politik waren am Dienstagabend zur Preisverleihung ins Tölzer Landratsamt gekommen.

„Aber was ist Musik, wenn man sie nicht in die Räume tragen kann?“, fragte Landrat Josef Niedermaier im Anschluss. Für die richtige Beschallung sorgt der zweite Preisträger, die Stemin GmbH. Konferenztechnik aus Königsdorf findet sich nicht nur im dortigen Rathaus, sondern auch im türkischen Parlament in Ankara und im Nationalparlament in der Dominikanischen Republik. Und wer in den Münchner U-Bahnhöfen auf die Uhren-Anzeige schaut, hat ebenfalls Technik aus Königsdorf vor Augen. Dass Stemin praktisch für jedes Problem eine Lösung findet, betonte Laudator Claus Mayer-Fasold. Vor 32 Jahren war er der erste Kunde des gerade neu gegründeten Unternehmens. „Die Anlage in der Landesbank Baden-Württemberg mit 4000 Lautsprechern war eine der ersten Anlagen, die wir gemeinsam gebaut haben“, blickte er zurück. Heute sei der Betrieb führend im Bereich von Diskussions- und Dolmetscheranlagen. „Aus der ursprünglich geplanten Montagewerkstatt wurde ein High-Tech-Unternehmen. Die Mannschaft vergrößerte sich von zwei auf über 20. Heute gibt es 550 Geräte und Bausteine, die dort gefertigt werden“ – vor allem in filigraner Handarbeit, wie der Imagefilm bewies. Für Niedermaier ist die Firma das beste Beispiel dafür, „welch’ versteckte Champions wir im Landkreis haben“.

Allen Preisträgern war es wichtig, das Lob an ihre Mitarbeiter weiterzugeben. „Sie sind es, die das Unternehmen durch ihr Engagement tragen“, sagte Ralph Wuppinger, Geschäftsführer bei Stemin.

Mit dem Anerkennungspreis wurde die Kreisvereinigung der Unternehmerfrauen im Handwerk ausgezeichnet. Die 34 Mitglieder sorgen in ihren Familienbetrieben dafür, dass alles läuft. Die Vernetzung in dem Arbeitskreis sei wichtig, betonte Laudatorin Margit Niedermaier, die im Landes- und Bundesvorstand der Unternehmerfrauen im Handwerk sitzt. „Sie sind sich gegenseitig die Kollegin, die keine von Ihnen im Büro hat.“ Die Frauen seien die tragende Säule in ihren Betrieben. „Ihr leistet so vieles. Ihr habt den Preis verdient.“

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