Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

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Jahresbilanz

Sing- und Musikschule: Harfe ist spitze

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Bad Tölz – Die Sing- und Musikschule Bad Tölz zieht Bilanz und blickt ins neue Jahr: Im Saal sollen neue Stühle angeschafft werden, Walter Frei kandidiert nochmal - und ein Musikinstrument steht in der Gunst der Schüler weit oben.

Mit 700 000 Euro hat die Tölzer Sing- und Musikschule einen großen Etat zu verwalten, berichtete Schatzmeister Walter Wintersberger vor Kurzem in der Jahreshauptversammlung. Heuer wurde ein Überschuss von knapp 5000 Euro erwirtschaftet. Zudem wurde laut Walter Frei, dem Vorsitzenden des Trägervereins, heuer auch das Stiftungsvermögen aufgestockt. Frei hatte die Gründung dieser Stiftung vor zehn Jahren maßgeblich vorangetrieben. Das Vermögen beläuft sich nun auf knapp über 100 000 Euro. Die Zinserträge sollen dafür verwendet werden, im Willy-Richartz-Saal der Musikschule neue Stühle anzuschaffen.

Diese Entscheidung des Kuratoriums fiel bei den Anwesenden der Jahresversammlung auf fruchtbaren Boden. Die jetzigen Stühle sind schon recht abgenutzt. „Die neuen werden aus Holz sein“, kündigte Frei an.

Für seinen Einsatz bekam Frei in der Versammlung großes Lob, vor allem von Schulleiter Harald Roßberger. Er nahm Frei das Versprechen ab, auch bei der Neuwahl 2017 wieder anzutreten. Frei steht seit 1989 an der Spitze des Trägervereins und kündigte an, „gerne die 30 Jahre vollzumachen“ – aber dann sei Schluss.

In der Schule wird im kommenden Jahr übrigens nicht nur Musik gemacht, sondern auch renoviert. Man wolle alle Räume streichen und den Eingangsbereich sanieren, gab Frei bekannt. Die Sing- und Musikschule ist seit gut elf Jahren im Greiner-Kulturhaus am Schlossplatz beheimatet.

Das Fachwissen der Tölzer Lehrer ist übrigens bayernweit gefragt. Simon Zehentbauer, Lehrer für Horn und Trompete, ist im Bayerischen Sing- und Musikschulverband als Berater für das Fach Horn aktiv. Und Schulleiter Roßberger erhält erneut einen Sitz im Landesausschuss von „Jugend musiziert“. Hauptaufgabe des Gremiums sind Organisation und Durchführung des Landeswettbewerbs. Darüber hinaus berät und unterstützt der Landesausschuss die mehr als 20 bayerischen Regionalausschüsse des Wettbewerbs. Der Ausschuss ist auch Träger des bayerischen Landesjugendorchesters, in dem mehrere Tölzer Schüler engagiert sind.

Apropos engagiert: Die Schule erfüllt nicht nur ihre „reine“ Aufgabe des Unterrichtens, sondern kann auch zahlreiche andere Aktivitäten nachweisen. Zwei Beispiele: das Kinder- und Jugendsinfonieorchester sowie das Musiktheater. Unter der Leitung von Elisabeth Artmeier-Mogl und Markus Eberhard haben sich gleich mehrere Musiktheater-Gruppen etabliert. Viele Schüler sind ehemalige Mitglieder der Chorklassen am Tölzer Gymnasium.

Im Kinder- und Jugendsinfonieorchester wird hingegen in Arbeitsphasen gearbeitet. Die nächste beginnt im Januar und wird mit einem Konzert in der Franzmühle abgeschlossen.

Großer Beliebtheit erfreut sich in der Kurstadt übrigens das Instrument Harfe. In Tölz werden bayernweit mit die meisten Schüler in diesem Fach unterrichtet, derzeit sind es mehr als 20 Jugendliche. Sie werden von drei Lehrerinnen betreut und haben sogar ein imposantes eigenes Harfenorchester.

Rubriklistenbild: © brasspur

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