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Die blaue Linie sitzt: Bernd Petzold, Florian Leitner und Robert Schumacher markieren das Eis. 

Mit 70 000 Litern Wasser

So entsteht das Eis im Tölzer Stadion

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Zum Eismachen braucht man 70 000 Liter Wasser und Marmormehl-Pulver - zumindest die Tölzer Stadtwerke, wenn sie die Spielflächen im Stadion für die neue Saison vorbereiten. 

Bad Tölz – Eifrig wird im Tölzer Stadion gearbeitet: Etwa 70000 Liter Wasser wurden in den vergangenen Tagen mit einem Spezialschlauch auf die Fläche der Haupthalle gespritzt. Das Eis ist fast fertig, schon am kommenden Wochenende wird die Eishockeyschule von Helmut de Raaf mit ihrem Training beginnen. Eine Punktlandung.

„Als erstes musste die Temperatur auf 14 bis 16 Grad heruntergekühlt werden“, erklärt Hans Glasl, technischer Leiter bei den Stadtwerken. Natürlich ist es nicht überall gleich kalt in der Arena – unter dem Dach ist es wärmer, als direkt am Eis. Aber die Temperatur auf den Zuschauerrängen ist im Sommer wie im Winter gleich, erklärt Glasl. Dann wurde eine etwa einen Zentimeter dicke Eisschicht aufgetragen. Darüber setzten die Eismeister Bernd Petzold, Stefan Riesch, Florian Leitner und Robert Schumacher mit Wasser gemischtes Marmormehl-Pulver. Dadurch wird das Eis weißer, die Kontraste sind deutlicher zu sehen. Darüber folgte erneut eine Eisschicht, ehe die Untereiswerbung – auf Netzen aufgedruckt – angebracht wurde. Zum Abschluss folgte eine weitere Schicht Eis. Insgesamt etwa vier Zentimeter dick ist die Eisfläche.

Bald kommt der neue Videowürfel

Besonders die Arbeit an der Eiswerbung geht nun viel schneller. Laut einer Pressemitteilung musste sie früher mühevoll mit dem Pinsel aufgemalt werden, was sieben Tage in Anspruch nahm. In diesem Jahr waren in drei Tagen alle Logos angebracht. Aus finanziellen Gründen wurde das Eis in der Trainingshalle übrigens nicht mit Marmormehl vermischt, sagt Glasl. „Das ist sehr teuer.“

Wichtig war laut dem technischen Leiter auch das Entfeuchten. „Es bildet sich eine hohe Luftfeuchtigkeit.“ Dafür hat die Arena aber eine eigene Lüftungsanlage: Sie sorgt für höhere Luftqualität und entzieht gleichzeitig die Feuchtigkeit.

In den nächsten Wochen wird der neue, von den Stadtwerken vorfinanzierte Videowürfel angebracht. „Der genaue Termin steht nicht fest, vermutlich aber im Laufe der kommenden Trainingslager für die Jugendlichen.“

Kleiner Fakt am Rande: Die Arena wird nur für „Löwen“ ein Zuhause sein. Im Frühsommer waren einige Vögel im zu dem Zeitpunkt abgetauten Eisstadion gesichtet worden. „Schwalben verirren sich manchmal hinein, wenn wir das große Tor offen haben – beispielsweise während Messen stattfinden“, sagt Glasl. „Aber inzwischen sind sie alle wieder weg und haben den Weg nach draußen gefunden.“

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