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So läuft der Verkehr, wenn die Tölzer Nordspange gebaut wird

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Skizze Bauplan Umgehungsstraße Bad Tölz mit eingezeichneter Trasse
Das „leistungsfähige Provisorium“ beim Bau des Maxlweiher-Kreisverkehrs sieht zwei zweispurige Trassen (blaue Linien) vor. Etwas östlich des früheren Kasernen-Westtors wird der Verkehr in und aus der Stadt mit einer Ampelanlage geregelt. © TK/Staatliches Bauamt

Bad Tölz – Im Herbst wird vermutlich mit den Vorarbeiten für die Tölzer Nordumgehung begonnen. Richtig los geht’s aber erst 2022, sagt Abteilungsleiter Martin Herda vom Staatlichen Bauamt Weilheim. Erster dicker Brocken ist der riesige Kreisverkehr am Maxlweiher.   

Während der Durchgangsverkehr über eine Unterführung künftig ungehindert fließen soll, wird auf einem Kreisverkehr darüber der städtische Verkehr in alle Richtung verteilt. Die Zu- und Abfahrten erfolgt über sogenannte Holländerrampen. Ein gewaltiges Bauwerk.

„Leistungsfähiges Provisorium“

Der Kreisverkehr ist die eine Sache, die andere ist, wie man die mehr als 30 000 Fahrzeuge, die derzeit auf der Bundesstraße 472/13 täglich passieren, an der Großbaustelle vorbeischleust. Schon bei den ersten Vorplanungen der Nordspange vor zwölf Jahren wurden für die Bauzeit massive Staus in diesem Bereich vorhergesagt. Und es geht nicht um Wochen, sondern um rund zwei Jahre. Mit der am Donnerstag den Fachbehörden erstmals vorgestellten Lösung hofft das Staatliche Bauamt nun, ein „leistungsfähiges Provisorium“ zu schaffen.

Behelfsstraße am Eisstadion vorbei

Bei dem Treffen mit den Fachbehörden (unter anderem Untere Naturschutzbehörde, Verkehr, Polizei) sowie Vertretern der Stadt wurden zwei Trassen besprochen. Der Durchgangsverkehr (aus Lenggries, Heilbrunn, Waakirchen und Holzkirchen) wird zwischen Westtor und Abfahrt nach Gaißach auf einer parallel zur Umgehungsstraße laufenden zweispurigen Behelfsstraße am Eisstadion vorbeigeführt. Der städtische Quell- und Zielverkehr wird zwischen Westtor und kleinem Kreisel über eine ebenfalls zweispurige Trasse nördlich des ersten Lettenholz-Blocks abgewickelt. Auf dieser Trasse wird künftig ein Geh- und Radweg mit Brücke über die Umgehung die Innenstadt mit dem Ortsteil Flinthöhe verbinden.

Es habe, fast Martin Herda die Ergebnisse des Treffens zusammen, keine grundlegenden Widersprüche der Fachbehörden gegeben. Nun folgten weitere Detailplanungen. Das Staatliche Bauamt müsse auch einen landschaftspflegerischen Begleitplan vorlegen. Herda: „Wir sind aber ganz zufrieden.“

Mit der Fertigstellung der Tölzer Nordumgehung ist es – wohl 2025 – nicht getan. Das Straßenstück zwischen Maxlweiher und Moraltverteiler ist derzeit noch zweispurig. Im Auftrag des Bauamtes entwirft ein Ingenieurbüro einen drei- oder sogar vierspurigen Ausbau, um der Verkehrsengpass nicht nur zu verschieben. Das komme aber, so Herda, frühestens Ende der 2020er-Jahre.

Und was ist mit dem Nadelöhr Moraltverteiler?

Und was ist mit dem Nadelöhr Moraltverteiler? Das Bauamt ist überzeugt, dass dort mit Fertigstellung der Umgehung keine Probleme entstehen werden. Man habe vor einigen Jahren die Ampelanlage mit separater Linksabbiegerspur erneuert. „Das funktioniert“, sagt Herda.

Wenn das Moraltgelände überplant und neu angebunden wird, könnten zwar neue Probleme auftauchen. Das Staatliche Bauamt hat laut Herda den von der Stadt favorisierten Kreisverkehr noch nicht vergessen. „Wir haben das Thema Turbokreisel noch nicht ad acta gelegt.“ Von Christoph Schnitzer

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