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Künstliche Intelligenz und Robotik: So soll der „Technologie-Campus“ in Bad Tölz aussehen

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Von: Andreas Steppan

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„Eine echte Bereicherung für die Region“: Projektentwickler Hannspeter Schubert plant an der B 13 am Ortsrand von Bad Tölz drei Gebäude, in denen sich innovative Unternehmen ansiedeln. Im mittleren davon wird „Tizio“, eine Außenstelle der Hochschule München, ihre Heimat finden.
„Eine echte Bereicherung für die Region“: Projektentwickler Hannspeter Schubert plant an der B 13 am Ortsrand von Bad Tölz drei Gebäude, in denen sich innovative Unternehmen ansiedeln. Im mittleren davon wird „Tizio“, eine Außenstelle der Hochschule München, ihre Heimat finden. © Paluch Architekten

Es soll ein zukunftsweisender Unternehmens-Standort mit Hochschul-Anschluss werden: Jetzt hat der Investor seine Pläne für den „Technologie-Campus“ in Bad Tölz vorgestellt.

Bad Tölz – Der erste konkrete Schritt ist getan: Mit der Förderzusage von 6,9 Millionen Euro als staatliche Anschubfinanzierung ist die Einrichtung des Hochschul-Standorts „Tizio“ in Bad Tölz in trockenen Tüchern. Die Außenstelle der Hochschule München wird aber nur ein Baustein eines geplanten „Technologie-Campus“ an der B 13 sein. Projektentwickler Hannspeter Schubert hat nun Details zu den Plänen bekannt gegeben. Demzufolge sind drei Gebäude vorgesehen, in denen eine Reihe von innovativen Unternehmen ihre Heimat finden. Der Bau für das erste Haus soll noch heuer beginnen.

Bad Tölz soll Standort für Künstliche Intelligenz und Robotik werden

Die Grundidee hinter dem „Technologie-Campus Bad Tölz“: Auf dem 25.000 Quadratmeter großen Areal südlich der Firma Sitec sollen Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Für den ersten Mieter „Tizio“ („Transfer- und Innovationszentrum im Oberland“) wird Schubert beziehungsweise seine Gesellschaft, die in Holzkirchen ansässige „Technologie Park Tölz GmbH“, als erstes ein Gebäude errichten. Die Miete bezahlen in den ersten fünf Jahren die Stadt und der Landkreis, danach – sofern eine Zwischenbewertung positiv ausfällt – der Freistaat. Die Hochschule möchte hier schwerpunktmäßig zu den Themen „innovative Fertigung und Wertstoffe“ sowie „Management und Tourismus“ forschen.

Rundherum sollen sich auf dem hangartigen Grundstück dann „Schritt für Schritt innovative Firmen und Einrichtungen“ ansiedeln, „für die die Nähe zur Hochschule wichtige Synergien und Austauschmöglichkeiten bietet“, erklärt Norbert Baumgärtner, der für die Medienarbeit des „Technologie-Campus“ zuständig ist. Als Schwerpunkt-Sparten seien Künstliche Intelligenz, Additive Fertigung, Robotik und nachhaltiger Tourismus vorgesehen. In Frage kämen etablierte Technologieunternehmen genauso wie Neugründungen, Startups oder ausgelagerte Unternehmen aus dem Hochschulbereich.

„Technologie-Campus“ Bad Tölz: Drei Gebäude mir 12.000 Quadratmetern Nutzfläche

Investor Schubert legt bei der Auswahl seiner Mieter nach eigenen Worten Wert auf „eine positive Firmenkultur und eine wertebasierte Unternehmensethik“. Interessenten gebe es bereits, erklärt Baumgärtner auf Rückfrage. Konkrete Verhandlungen würden aber erst nach Abschluss der Planungsphase aufgenommen.

Verteilen sollen sich die Unternehmen auf insgesamt 12.000 Quadratmeter Nutzfläche in den geplanten drei Gebäuden. Wie viele Firmen hier unterkommen, das hänge davon ab, wie viel Platz die einzelnen Mieter beanspruchen. In jedem Fall sei hier eine „saubere und emissionsfreie Produktion mit produktionsnahen Büros für Forschung und Entwicklung“ vorgesehen, so Baumgärtner.

Gemeinsame Vortragsräume und IT-Landschaften

Außerdem plant der Investor Räumlichkeiten für „zentrale Dienstleistungen“, die allen Unternehmen auf dem „Campus“ zur Verfügung stehen: etwa Gemeinschafts- und Veranstaltungsflächen, zentrale Werkstätten, Vortragsräume, IT-Landschaften oder Catering-Möglichkeiten.

„Wir sind uns des hohen Werts und der Lage des Standorts durchaus bewusst“, betont Schubert. Er verspricht, „mit einer Vielzahl von Maßnahmen dafür zu sorgen, dass das Gelände positiv entwickelt und zu einer echten Bereicherung für die Region wird“. Dazu gehört ihm zufolge eine innovative Architektur ebenso wie „großzügige Außen- und Grünanlagen, die den Standort optimal in seine Umgebung integrieren“. Gebaut werde nach dem umwelt- und klimafreundlichen KfW-40-Standard. Die Wärmeversorgung solle über das nahe gelegene Biomasse-Heizwerk erfolgen.

„Projekt von überregionaler Bedeutung“ in Bad Tölz

Der Investor zeigt sich überzeugt, dass der „Technologie-Campus“ sowohl ein „starker Impuls für die Stadt Bad Tölz als auch ein Technologie-Netzwerk für das ganze Oberland und damit ein Projekt von überregionaler Bedeutung“ sein werde. Es entstünden hier „hochwertige Arbeitsplätze“, und es würden „dringend benötigte Fachkräfte und Spezialisten in der Region gehalten“. Von den Unternehmen, die sich hier ansiedeln, verspricht sich Schubert, dass sie „nicht nur in ökonomischer und ökologischer Hinsicht ein Gewinn für die Standortregion und die Mitarbeiter sind, sondern auch in sozialer Hinsicht, beispielsweise durch eine attraktive Verbindung von Leben und Arbeiten“.

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