Hans Kiening Film-Experteaus Bad Tölz

So viel Aufwand wie bei einem Kino-Film

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Auf Imagefilme von beachtlicher Qualität kann nun der Tölzer Land Tourismus zurückgreifen (wir haben berichtet). Verantwortlich dafür ist der Tölzer Hans Kiening, der seit 21 Jahren für die Münchner Firma Arri arbeitet, die sich auf Kameras, Beleuchtung und Digitaltechnik spezialisiert hat. Die Firma hat mit ihrer technischen Ausrüstung Erfolgsfilme wie „Herr der Ringe“ produziert – und etliche Male den Technik-Oscar gewonnen.

Herr Kiening, wie viel Aufwand steckt hinter der Produktion der Imagefilme?

Sehr viel. Wir hatten eine Kamerafrau, mindestens ein bis zwei Assistenten und einen Lastwagen voll Profi-Equipment. Allein die Kameras und Optiken haben einen Wert von weit über 250 000 Euro. Die Ausrüstung stammt von der Firma Arri – ein Münchner Familienunternehmen, das bald sein 100-jähriges Bestehen feiert. Das ist schon was anders als bei einer GoPro-Kamera mal schnell auf den Knopf zu drücken.

Es fällt auf, dass Sie in den Imagefilmen sehr oft auf Aufnahmen von Sport und Brauchtum setzen...

... und Natur. Wenn man im Isarwinkel sozialisiert ist, sind das die Themen, die einen interessieren. Das mag bei der Jugend anders sein, aber wir sind so aufgewachsen. Wir haben ganz bewusst auf eine Handlung verzichtet. So kann man sich den Film 100-mal ansehen, ohne dass er sich abnutzt.

Wie kam Ihnen die Idee, einen Imagefilm zu drehen?

Der Antrieb war sehr viel Emotion und die Liebe zur Heimat. Gemeinsam mit Kamerafrau Susanne Bernhard haben wir Plätze ausgewählt, die uns etwas bedeuten. Mir ging es weniger um den finanziellen Aspekt.

Wie lange haben Sie gefilmt?

Wir haben etwa vier Jahre für zwei Stunden Material gefilmt. Das Rohmaterial ist zehn- oder 20-mal so lang. Es existiert eine Excel-Liste mit allen Drehorten. Man kann also jederzeit was ergänzen oder neu schneiden.

Wie kam der Kontakt zum Tölzer Land Tourismus zustande?

Ich kenne den Landrat seit meiner Kindheit, wir waren Nachbarn. Ich habe ihn angesprochen. Er hat den Kontakt zu Wirtschaftsförderer Andreas Roß hergestellt. Und der hat mich zu Herrn Dr. Wüstefeld vom Tölzer Land Tourismus weitervermittelt. Die Zusammenarbeit war sehr vertrauensbasiert und unbürokratisch. Mal bin ich in Vorleistung gegangen, mal die Abteilung Tourismus – sehr angenehm.

Wie sehen Ihre weiteren Pläne aus?

Ich überlege, ob wir aus dem Material einen Kurzfilm machen – so wie Joseph Vilsmaier.

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