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Das Führungstrio der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen (v. li.) Thorsten Straubinger, Vorstandsvorsitzende Renate Waßmer und Christian Spindler.

Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen stellt Bilanz vor

Der „Platzhirsch“ bietet den Großen Paroli

  • Alois Ostler
    VonAlois Ostler
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Die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen ist auf einem guten Weg bei ihrer Neuausrichtung auf das Jahr 2025.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Das Unternehmen hat sowohl mit der vor Jahresfrist angekündigten Schließung als auch der Modernisierung von Filialen begonnen und sich in einem „harten Wettbewerbsumfeld erfolgreich behauptet“. Wir haben ein gutes Jahr gemeistert, sagte die Vorstandsvorsitzende Renate Waßmer am Freitag bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

Die Bilanzsumme des Unternehmens kletterte 2018 um 95 Millionen Euro auf fast 2,5 Milliarden Euro, was laut Waßmer einem Zuwachs von vier Prozent entspricht. Der Bilanzgewinn belief sich demnach auf 2,91 Millionen Euro (Vorjahr: 2,67 Millionen Euro). Das habe der Sparkasse auch 2018 eine „angemessene Eigenkapitalbildung“ beschert. Waßmer: „Wir konnten uns selbst stärken.“

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Das Kundengeschäft der Sparkasse bezeichnete Vorstandsmitglied Thorsten Straubinger als „Herzkammer“ des Unternehmens. „In diesem Bereich sind wir der absolute Platzhirsch.“ Ob in einem der sechs Beratungscenter oder in einer der 13 Geschäftsstellen – der Kunde werde beraten, wo er es wünsche. Auf Wunsch auch in einer gemütlichen Couch-Ecke, die beispielsweise in der neu gestalteten Filiale Münsing eingerichtet worden sei. Die Mitarbeiter des Unternehmens haben dafür den Begriff S-Heimat 4.0 geprägt, sagte Straubinger. Eine Sparkassen-Filiale könne so auch als Vereinslokal genutzt werden.

Marktführer ist das Unternehmen im Landkreis auch beim Firmenkundengeschäft, sagte Vorstandsmitglied Christian Spindler. Er bestätigte die Anfang der Woche veröffentlichte Schlagzeile, wonach „Sparkassen den Großbanken die Kunden abjagen“. Die Firmen und Betriebe vor Ort wissen demnach die „Verlässlichkeit der Sparkasse zu schätzen“. Wichtige Entscheidungen werden laut Spindler auf kurzem Weg vor Ort getroffen und nicht einige hundert Kilometer weiter in einer Stadt. So könne man durchaus „den Großen Paroli bieten“.

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Die Digitalisierung nimmt Fahrt auf. Der Anteil der online genutzten Privatgirokonten liegt bei über 54 Prozent, sagte Spindler. Die Online-Quote bei den Geschäftskunden betrage bereits 88,5 Prozent. Über 52 000 Konten sind für das elektronische Postfach frei geschaltet. Fast 490 000 Dokumente wurde so bereits online verschickt. „Wir haben damit gut 7,5 Tonnen Papier eingespart“, sagte Spindler.

Trotz des wachsenden Online-Geschäftsfelds: „Bargeld ist und bleibt beliebt.“ An den 39 Geldautomaten der Sparkasse wurden vergangenes Jahr 263 Millionen Euro aus- und 117 Millionen Euro einbezahlt. Tendenz steigend, so die Einschätzung des Vorstands-Trios.

Geschlossen wird heuer zum 1. August die Sparkassen-Filiale in der Tölzer Marktstraße. „Wir wollen das Geschäftshaus wieder dem Einzelhandel zuführen“, sagte Christian Spindler auf Nachfrage. Man sei konkret mit zwei Interessenten in Verhandlung und arbeite an den notwendigen Plänen. Der verbleibende Bereich mit Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern werde vom Eingangsbereich des künftigen Geschäfts abgetrennt. Um die Mitarbeiter aus der Altstadt-Geschäftsstelle aufnehmen zu können, werde vorab noch der Sparkassen-Standort an der Tölzer Badstraße umgebaut.

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