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Die SPD hat abgestimmt: 66 Prozent der Mitglieder sind für die Große Koalition.

Klare Mehrheit für GroKo 

SPD-Mehrheit für Groko: Das sagen Mitglieder aus dem Landkreis

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Die Basis hat entschieden: Mit einer klaren Mehrheit von rund 66 Prozent haben sich die SPD-Mitglieder für die Fortsetzung der Großen Koalition (GroKo) ausgesprochen. Das löst im Landkreis nicht nur Freude aus.

Camilla Plöckl, Tölzer SPD-Stadträtin: „Ich bin im Moment eher stinksauer. Ich habe Nein zur GroKo gesagt, weil ich mir eigentlich einen Neuanfang bei der SPD erhofft hatte. Das wird so nicht der Fall sein. Jetzt geht es bei jedem nur noch um sein Pöstchen. Ich freue mich wirklich nicht über das Ergebnis, das auch für die Ortsvereine nicht toll ist.“

Klaus Barthel, ehemaliger Bundestagsabgeordneter aus Kochel am See: „Das ist ein klares Ergebnis, jetzt ist der Weg für die nächsten Jahre aufgezeigt. Ich denke, dass viele, die die GroKo kritisch sehen, trotzdem mit Ja gestimmt haben, weil eine Alternative noch schwieriger gewesen wäre. Jetzt muss die SPD aus den Diskussionen und auch den Problemen, die sich gezeigt haben, Konsequenzen ziehen in der Regierungsarbeit. Das ist zum einen, dass wir als SPD sichtbar bleiben. Zum anderen, dass es einen Prozess der Neuorientierung der Partei geben muss. Ich bin froh über die Diskussionen, die gelaufen sind. Jetzt muss man lernen, was schief gelaufen ist und warum die SPD in den Umfragen so da steht, wie sie derzeit da steht.“

Wolfgang Werner, SPD-Kreischef aus Geretsried: „Ich habe gegen die GroKo votiert, weil für mich das Wider überwog. Aber nun ist es eben so, wie es ist. Das ist Basisdemokratie. Jetzt muss die Parteiführung unter Andrea Nahles zusehen, dass sie den Spagat zwischen der Regierungsarbeit und der notwendigen Erneuerung der Partei hinbekommt. Und sie muss die etwa 34 Prozent, die gegen die GroKo sind, wieder einfangen und überzeugen mit sozialdemokratischen Inhalten, die draußen bei den Menschen auch spürbar ankommen.

Max-Ferdinand Meißauer, Juso-Kreisvorsitzender aus Kochel am See: „Ich habe mit Nein gestimmt, nehme das Ergebnis aber zur Kenntnis und respektiere es, wie es sich in einer Demokratie gehört. Ich glaube trotzdem, dass die Jusos in den kommenden Jahren gefragter sind denn je. Wir werden sehr genau beobachten, ob sich die Partei von Grund auf erneuert – inhaltlich wie personell –, und ob sie ein klares Profil entwickelt. Falls nicht, wird man die Jusos hören. Die SPD muss sich wieder als das begreifen, was sie einmal war: Eine Partei, die aus der Arbeiterbewegung entstanden ist.“

Florian Iszovics, Delegierter im Kreisvorstand der Jusos Oberland: „Ich habe mit Nein gestimmt. Als ich gehört habe, dass nur 30 Prozent dagegen waren, war ich sehr schockiert. Es ist jetzt an der Zeit, die SPD zu erneuern und nicht so weiterzumachen, wie es im Koalitionsvertrag steht. Natürlich hat der SPD-Parteivorstand jetzt die Möglichkeit, GroKo-Kritiker zu überzeugen. Große Hoffnung habe ich darauf aber nicht. Die letzten Wochen haben dennoch gezeigt, dass diese Partei lebendig und daher die richtige für mich ist. Wir Jusos haben eine konkrete Vorstellung, wie die SPD erneuert werden sollte. Wir versuchen alles, diese Ziele umzusetzen.“  peb/va/mel

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