Brand in Reifenlager: Polizei warnt Anwohner in Feldkirchen

Brand in Reifenlager: Polizei warnt Anwohner in Feldkirchen
+
„Habe die Ehre“: Unter diesem Titel lädt Günther Sigl zu einer musikalischen Zeitreise ein. 

Interview

Spider-Frontmann Günther Sigl macht „fast schon Volksmusik“

Der Frontmann der „Spider Murphy Gang“ lädt mit in seinem Solo-Programm „Habe die Ehre“ zu einer musikalischen Zeitreise ein:

Bad Tölz Am Freitag, 9. März, kommt Günther Sigl ins Tölzer Kurhaus, um durch die Musik der vergangenen sieben Jahrzehnte zu streifen. Zusammen mit seiner Band präsentiert er Hits und Evergreens aus eigener und fremder Feder, die seinen Lebensweg geprägt haben, und erzählt dazu heitere Anekdoten – einige davon gab er im Kurier-Interview zum Besten.

-Herr Sigl, sie sind jetzt 71 Jahre alt. An Ruhestand denken sie nicht?

Solange ich gesund bin, mach ich weiter. Toi, toi, toi, bis jetzt ist alles gut. Im Frühjahr und Sommer bin ich mit den Spiders unterwegs. Im Herbst und Winter dann mit „Habe die Ehre“. Natürlich sind es jetzt eher die kleineren Touren. Sechs Wochen am Stück mach ich nicht mehr. Es ist ein schöner Wechsel: Ich bin unter der Woche daheim, treffe mich mit den anderen zum Proben, schreibe neue Lieder oder bin im Studio. An den Wochenenden spielen wir dann oft Konzerte. Danach gehen wir in ein nettes Hotel und nehmen noch einen Drink. Das ist ein guter Wechsel. Von mir aus könnte das noch hundert Jahre so weitergehen.

-Wie hat ihre Musikerkarriere begonnen?

Mein Vater hat mir 1962 eine Gitarre geschenkt, eine einfache Wanderklampfe für 40 Mark. Ich habe mir alles selbst beigebracht, war fasziniert von der Beatmusik. Neben meiner Banklehre habe ich dann schon in einer Beatkapelle gespielt, bevor ich 1971 bei der Bank aufgehört habe und Vollzeitmusiker wurde. Das hat am Anfang nicht so geklappt, aber dann bekam ich mit meiner damaligen Band „Stummick“ die Möglichkeit, in Ami-Clubs zu spielen. Da hatten wir alles im Repertoire, Rock’n Roll, Swing und Country. Die wollten immer „Sweet home Alabama“ hören.

-Haben sie auch bei den Tölzer „Amis“ gespielt?

Ja, das müsste so Mitte der 70er gewesen sein, ich kann mich an den Club erinnern. Später mit den Spiders waren wir öfter in Bad Tölz, zum Beispiel Anfang der 80er-Jahre im alten Eisstadion zu einem „Neue Deutsche Welle“-Konzert. Da waren zum Beispiel auch Ludwig Hirsch und Nicki dabei. Dann waren wir auch im neuen Eisstadion und im Kurhaus sowieso.

-In den 80er-Jahren landeten Sie dann einen Hit nach dem anderen.

Wir hörten dann auf mit den Clubs, dort war es so, wie im Ausland zu spielen: Außerhalb kannte uns keiner. Unser Ziel waren die Musikkneipen und Clubs in Schwabing, dort wollten wir Rock’n’Roll machen. Dann wurden wir von Georg Kostya für eine neue Sendereihe im „Zündfunk“ engagiert, und er hat uns quasi gezwungen, das Titellied für die Sendung auf Bairisch zu singen. Wir haben gemerkt, dass das gut passt, Rock’n’Roll und Dialekt. Das war ausschlaggebend für unsere Karriere. 1982 waren wir plötzlich mittendrin in der Neuen Deutschen Welle und hatten unseren ersten Nummer-Eins-Hit, „Skandal im Sperrbezirk“.

-...und Sie haben mit Ihren Liedern eine ganze Generation musikalisch mitgeprägt.

Die Spider Murphy Gang ist ja inzwischen fast schon Volksmusik. Was man in der Jugend hört, prägt sich eben ein. Oft bedanken sich die Leute heute noch bei uns und sagen, dass sie sich mit unserer Musik wieder jung fühlen. Dabei wollten wir nie Rockstars werden. Unsere Idee war einfach Musik machen, Spaß und viel Freiheit haben.

-Es sieht so aus, als sei die Leidenschaft zur Musik ungebrochen.

Die Musikleidenschaft ist jeden Tag da. Ich sitze immer noch jeden Tag da, mache Songs und schreibe Texte. In der Früh gibt’s Cappuccino, und wenn nix Interessantes mehr in der Zeitung steht, dann spiele ich schon wieder Gitarre. Das Musizieren, das unterwegs sein und das gute Gefühl, wenn es es dem Publikum Spaß macht – ich könnte mir keinen schöneren Job vorstellen.

Ines Gokus

Karten zu gewinnen

Für das Konzert von Günther Sigl und Band „Habe die Ehre“ am Samstag, 9. März, verlost der Tölzer Kurier dreimal zwei Karten. Wer gewinnen will, muss folgende Frage beantworten: Wann bekam Günter Sigl seine erste Gitarre geschenkt? Wie die Teilnahme am Gewinnspiel funktioniert, steht im blauen Kasten unten. Im Vorverkauf gibt es Karten für 29 Euro bei der Tourist-Info (Telefon 0 80 41/ 78 67 15).

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

In der Kochler Heimatbühne tanzt sogar Elli, die Salmonelle
Die Couplet AG war mit ihrem neuen Programm in der Kochler Heimatbühne zu Gast.
In der Kochler Heimatbühne tanzt sogar Elli, die Salmonelle
Alles bestens geregelt beim Tölzer Skiclub
Alles neu, macht der April: Beim Tölzer Skiclub gibt es einen neuen Vorsitzenden und einen neuen Pächter für die Hütte am Brauneck.
Alles bestens geregelt beim Tölzer Skiclub
Entwicklung der Heilbrunner Ortsmitte: „Leuten wird himmelangst“
Um die Entwicklung in der Heilbrunner Ortsmitte ging es bei der örtlichen CSU. Viele Bürger haben Befürchtungen.
Entwicklung der Heilbrunner Ortsmitte: „Leuten wird himmelangst“

Kommentare