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Das Kreispflegeheim Lenggries: Eine Zusammenarbeit mit Tölz hat der Stadtrat  einstimmig abgelehnt.

Risiken zu groß

Stadtrat: Josefistift übernimmt Lenggrieser Pflegeheim nicht

Einstimmig abgelehnt hat der Tölzer Stadtrat am Dienstag in öffentlicher Sitzung die Übernahme des Lenggrieser Kreispflegeheims durch die Tölzer Josefispitalstiftung.

Bad Tölz – „Die Chancen sind zu gering, die Risiken zu groß.“ So fasste Bürgermeister Josef Janker zusammen, warum er persönlich vom Befürworter der „Fusion“ zum Gegner geworden war. Auch Einwände des Josefistift-Personals hätten ein Umdenken bei ihm bewogen, sagte Janker. Kämmerer Hermann Forster hatte zuvor detailliert zu den Ergebnissen eines Gutachtens über eine mögliche Zusammenarbeit Stellung genommen. Die Synergieeffekte und Einsparungspotenziale, die in der Expertise beschrieben worden waren, seien wohl eher „gefühlter und theoretischer Natur“, sagte Forster.

Die Nachteile hingegen seien jetzt schon klar. Ein zweites Haus könne zum Beispiel nicht mehr nebenbei von der Kämmerei betreut werden. Die kaufmännische Verwaltung müsste dann ausgelagert werden. Mehrkosten, die auf einen Josefistiftbetrieb zurückfallen würden. Auch seien im Stiftungsbeirat Interessenskollisionen beider Gemeinden vorprogrammiert. Lenggries hat übrigens einen Plan B, sagte Bürgermeister Janker. Er habe schon mit dem Kollegen Weindl gesprochen (wir berichten noch).

chs

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