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Walter Huber, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Tölz. 

Trotz steigender EEG-Umlage

Strom-Preise bleiben stabil

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Bad Tölz - Die Stadtwerke Bad Tölz geben ihre Mehrkosten im kommenden Jahr nicht an ihre Kunden weiter. Das Unternehmen findet, das sei es den Verbrauchern schuldig.

Gute Nachrichten für alle Verbraucher, die ihren Strom von den Stadtwerken Bad Tölz beziehen: Der Preis bleibt 2017 stabil bei 26,50 Cent pro Kilowattstunde. Bei den Gewerbetarifen sinken die Preise teilweise sogar ein wenig. „Ich glaube, damit werden wir nächstes Jahr zu den Günstigeren in Bayern gehören“, sagt Geschäftsführer Walter Huber.

Schließlich dürften die meisten Anbieter ihre Preise zum Jahreswechsel zum Teil deutlich erhöhen. Dafür gibt es dem Experten zufolge vor allem zwei Gründe: Zum einen steigt die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. „Das ist saftig“, kommentiert Huber. Noch saftiger fällt allerdings die Anhebung der sogenannten „vorgelagerten Netzkosten“ aus: Deutschlands größter Stromnetzbetreiber „Tennet“ hat eine Anhebung seiner Netzentgelte um 80 Prozent angekündigt. Und diese Netzentgelte machen laut Bundesnetzagentur etwa ein Fünftel des Strompreises für Privatkunden aus.

Auf beide Komponenten haben die Strom-Anbieter keinen Einfluss. Wohl aber, ob sie zum Beispiel ihre Einkaufsvorteile an die Kunden weitergeben. Und genau das tun die Tölzer Stadtwerke laut Huber, damit sie den Preis nicht erhöhen müssen. Außerdem verzichtet das Unternehmen auf einen Teil seines Gewinns. „Das sind wir den Bürgern schuldig“, findet Huber.

Vor diesem Hintergrund rechnet der Diplom-Ingenieur nicht damit, dass die Stadtwerke im kommenden Jahr Kunden an andere Anbieter verlieren werden – auch wenn Verträge für einen Grundversorgungstarif theoretisch monatlich gekündigt werden können. Vielleicht, so sagt Huber, komme sogar der eine oder andere Kunde reuig zurück, der in den Jahren zuvor zu einem damals günstigeren Anbieter gewechselt ist.  

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