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Glänzend und rot: Die Erdbeeren verkauft Marlies Killmann am Stand von Obstbauer Kraus an der B 472 bei Greiling.

Die Erdbeersaison hat begonnen

Süße Spätzünder

Bad Tölz-Wolfratshausen - Die Erdbeersaison hat begonnen. An den Verkaufsständen erfreuen sich die süßen Früchtchen schon großer Beliebtheit. Wer selbst pflücken will, braucht noch etwas Geduld.

Eine Woche später als sonst hat Obstbauer Josef Kraus die Erdbeerhäuschen im Südlandkreis aufgesperrt. „Die Leute haben schon gewartet“, sagt er. Nun liegen die rot-glänzenden Früchte aber endlich in der Auslage und verkünden: Die Erdbeersaison hat endlich angefangen. Marlies Killmann steht im Erdbeerhäuschen bei Greiling. „Sie sind momentan recht schnell ausverkauft“, sagt sie.

Kein Wunder: Wegen der kühlen Temperaturen und des schlechten Wetters haben die Beeren auf sich warten lassen. Kraus musste auf seiner Plantage in Gessertshausen bei Augsburg Vlies einsetzen, um die sensiblen Pflanzen zu schützen. Die Ware aus den Erdbeerhäuschen ist beliebt – laut Kraus ist sie frischer als im Laden, weil sie täglich neu beliefert würden. „Noch frischer bekommt man die Erdbeeren nur, wenn man sie auf den Feldern selbst pflückt“, sagt Kraus.

Plantagenbetreiber Hans Sonner hat wie Kraus die nötigen Vorkehrungen getroffen, um die Früchte mit Vliesstoff zu schützen. „Ohne solche Vorrichtungen geht es mittlerweile gar nicht mehr“, erklärt Sonner. Wer gerne selbst pflücken will, kann auf dem Feld in Königsdorf bereits auf die Suche gehen. In Bad Tölz müssen sich die Fans allerdings noch gedulden, die Früchte sind noch nicht reif (Ernteauskunft unter Ruf 0 81 79/12 22). Schuld daran ist ein Hagelschauer, der im April über dem Feld an der B13 wütete und den Beeren arg zusetzte.

Auf den Tag genau vorhersagen kann Sonner den Öffnungstermin seiner Plantagen nicht: „Das kommt jetzt noch ganz auf das Wetter an.“ Ideal wären für einen schnellen Saisonbeginn dauerhaft hohe Temperaturen und sonniges Wetter, stärkere Temperaturschwankungen würden den Früchten inzwischen aber nicht mehr sehr zusetzen.

Was den Geschmack betrifft, so kann Sonner dagegen schon recht präzise Aussagen treffen. Er ist von den diesjährigen Früchten ganz angetan: „Die Qualität ist super. Sie schmecken sehr intensiv.“

Himbeerfreunde müssen derweil noch warten. Die Früchte, die Sonner nur auf dem Königsdorfer Feld anbietet, brauchen üblicherweise einen Monat länger, um die richtige Reife fürs Pflücken zu erreichen.

Sonner isst seine Beeren übrigens am liebsten mit Vanilleeis und Sahne. „Aber auch auf der Torte sind sie ein Genuss“, sagt der Königsdorfer Erdbeerunternehmer. Ein passendes Rezept hat Kreisbäuerin Ursula Fiechtner in ihrem Backbuch. „Mit dem schnellsten selbstgemachten Kuchenboden“, sagt sie. Kraus hingegen ist Purist: „Ganz frisch vom Strauch schmecken sie am besten.“ Monika Triebenbacher aus Benediktbeuern zieht den Erdbeeren am liebsten Schokolade über und legt sie auf einen Keks. „Das ist ganz einfach, sieht toll aus und meine Kinder essen es am liebsten“, sagt Triebenbacher, die im vergangenen Jahr die Fernsehshow „Das große Backen“ gewann.

Markus Henseler

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