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Unzählige Menschen schoben sich am Wochenende durch die Tölzer Marktstraße . Nach einem Bummel über den Ostermarkt und durch die Geschäfte setzten sich viele in die Cafés und genossen die Sonne. 

Bilanz

Super Wetter, super Geschäft

Die Standbetreiber auf dem Ostermarkt und die Geschäftsleute sind zufrieden mit dem ersten Ferienwochenende: Die Sonne lockte unzählige Menschen in die Tölzer Marktstraße.

Bad Tölz – Der Frühling brachte am Wochenende Sonnenschein und versetzte Einheimische und Gäste in Bummellaune. Das wirkte sich sehr positiv auf den verkaufsoffenen Sonntag und den Tölzer Ostermarkt aus. Stand- und Ladenbetreiber sowie Gastronomen zeigen sich äußerst zufrieden.

„Der Markt war proppenvoll und auch das Parkhaus war am Nachmittag dicht“, sagt Susanne Frey-Allgaier. Die stellvertretende Kurdirektorin hat zwar keine Zahlen zur Hand. Aber ein so volles Parkhaus „haben wir nicht oft im Jahr“. Von den Händlern habe sie „nur positive Rückmeldungen bekommen“ und vor den Eisdielen hätten sich meterlange Schlangen gebildet. „Die Leute wollten nur noch in die Sonne.“

Das vermutet auch Nikolas Hauser. „Dadurch, dass die Sonne heuer noch nicht so oft schien, haben die Leute den Tag sehr genossen“, sagt der Juniorchef von „Männermode Hauser“. Die Nachfrage spiegelte diese Einschätzung: „Die Kunden wollten Frühjahrsmode“, sagt der 23-Jährige. Der Umsatz sei ähnlich wie an einem normalen Samstag gewesen. Das Bekleidungsgeschäft hatte zwar nur drei Stunden geöffnet, „aber die Kundenfrequenz war sehr hoch“, sagt Hauser.

Ganz neu auf dem Ostermarkt vertreten ist in diesem Jahr Heidemarie Wagner. Die Jachenauerin näht und bestickt Wollfilz und verkauft ihre Sachen im Namen ihrer Firma „Alpenstick“ im Internet und jetzt auch auf dem Tölzer Ostermarkt. „Ich habe keinen Vergleich, weil ich zum ersten Mal dabei bin, aber der Sonntag lief wirklich sehr gut“, sagt Wagner. Sie habe nichts zu beklagen. Ihre bunten Filzhüllen für Klopapierrollen ziehen die Blicke der Marktbesucher auf sich. „Gut fürs Geschäft“ oder „Wisch und Weg“ stehen zum Beispiel auf dem Filz. Auch andere, derbere Wortspiele scheinen offensichtlich bei den Kunden gut anzukommen.

„Super“ war das Geschäft am Wochenende auch an Alex Schlawjinskis „Legalize-Edelweiss“-Stand. Er verkauft dort Strick-Janker und Rucksacktaschen. „Der verkaufsoffene Sonntag ist immer sehr gut, da merkt man eine Verkaufssteigerung“, sagt der 37-Jährige, der schon seit mehreren Jahren auf dem Ostermarkt verkauft.

Inge Rödl ist sogar noch länger dabei, bereits seit 15 Jahren. Mit Motiven volkstümlicher Malerei bemalt die 78-Jährige aus Apfeldorf Ostereier. „Das Wetter hilft zwar, aber der verkaufsoffene Sonntag ist ausschlaggebend für die vielen Besucher“, sagt Rödl aus langjähriger Erfahrung. „Viele Einkäufer, Sammler und Gruppen waren da. Am Nachmittag war ich wirklich froh, als eine Freundin zu meiner Unterstützung kam“, sagt die Malerin.

Auch bei den Tölzer Gastronomen lief es gut. Bei der Brennerei und Weinhandlung Max Schwaighofer in der Marktstraße bot Inhaber Claus Janßen am Sonntag eine Whiskey- und Edelbrandverkostung an. „Wenn man so einen Tag mit einer Aktion verbindet, dann nehmen die Leute das gerne an“, sagt Janßen und lobte den guten Geschäftstag.

Abseits der vollen Marktstraße profitierten die Cafés von dem großen Andrang. Zum Beispiel das Café im Süden in der Rathausgasse. „Wenn das Wetter schön ist, sind normalerweise alle unten am Isarkai“, sagt Snezana Schreibauer (49). „Aber am Sonntag war es trotz Sonne super, ab 14 Uhr ging es hier richtig rund.“ (Nora Linnerud)

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