Entscheidung bekannt: Das planen die Bayern mit Coman

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Mit dem Tablet in der Hand können Gemeinderäte die Tagesordnung verfolgen oder in Baupläne zoomen. Die Software Allris bietet aber auch digitale Informationssysteme für Bürger und Presse. 

Digitale Politik

Tablets? Nicht für alle Gemeinderäte

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Viele Gemeinden im Südlandkreis nutzen mittlerweile das digitale Ratsinformationssystem Allris. Einige stellen ihren Politikern Tablets zur Verfügung oder bezuschussen die handlichen Computer. Ein Überblick.

Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Benediktbeuern-Bichl führt 2017 das Ratsinformationssystem Allris ein. Die logische Folge dieser Entscheidung war eine Diskussion über die Anschaffung von Tablets. Die beiden Gemeinden stimmten nun dafür, ein Gerät pro Rat mit 100 Euro zu bezuschussen (wir berichteten). Der digitale Zugriff auf Tagesordnungen, Baupläne und Stellungnahmen über Allris ist für Verwaltung, Politiker, Bürger und Presse – mit variierenden Zugangsbeschränkungen – Standard geworden.

Rechteckig, praktisch, gut sind sie, die Tablets: Darüber herrscht große Einigkeit im Landratsamt. Zu Beginn der laufenden Legislaturperiode im Jahr 2014 wurde jedem der 60 Kreisräte eines zur freien Verfügung angeboten. „Nur drei oder vier wollten ihr privates Tablet nutzen“, sagt Gertrud Kell, Mitarbeiterin der Landratsamt-Pressestelle. Ein paar ältere Räte hätten damals Bedenken gehabt, „aber auch die haben wir mitgenommen“, erklärt Kell, die von „durchweg begeisterten Anwendern“ berichtet. Papier sparen die Kreispolitiker bereits seit der Allris-Einführung im September 2004.

Tablets für alle? Bei der Stadt Bad Tölz war die generelle Anschaffung nie ein großes Thema, sagt zweiter Bürgermeister Andreas Wiedemann. Als Kreisrat besitzt er einen der handlichen Computer, in den Sitzungen habe er ihn immer dabei. „Manche drucken sich auch noch Teile der Unterlagen aus“, berichtet Wiedemann von den Stadtratskollegen. Er selbst habe zuhause „einige Ordner ausgemistet“.

In Lenggries bekommen die Gemeinderäte seit 2014 mehr Sitzungsgeld – 360 statt zuvor 250 Euro jährlich. „Mit diesem Beschluss hatte sich die Diskussion um Tablet-Zuschüsse erledigt“, sagt Geschäftsleiterin Heidi Kiefersauer. „Manche haben ihre eigenen dabei, viele aber auch nicht“, berichtet sie aus den Sitzungen.

Der Gemeinderat in Kochel zog den Kauf der Geräte nach der Allris-Einführung im Dezember 2015 in Erwägung und diskutierte im Februar 2016 auch über Zuschüsse. „Aber das Thema hat sich erübrigt, weil die meisten ihre privaten Tablets dabei haben“, erinnert sich Geschäftsleiterin Gabriele Herbsleb. Die Computer würden rege genutzt, zum Beispiel, um während der Sitzung in Baupläne zu zoomen. „Früher haben wir 200 Seiten Anlagen für jeden ausgedruckt“, sagt Herbsleb.

Die Heilbrunner Gemeinderäte arbeiten seit April 2016 mit dem digitalen Ratsinformationssystem. „Wir haben im Vorfeld günstige Tablets gekauft. Für den Sitzungsbetrieb, sie bieten keinen großen Komfort“, berichtet Andreas Mascher. Zwischen 80 und 90 Euro habe die Gemeinde laut dem Geschäftsleiter pro Gerät bezahlt. Drei Ratsmitglieder hätten kein Tablet benötigt.

Tiefer in die Tasche gegriffen hat  Reichersbeuern. Für die Samsung Tablets löhnte man pro Rat 400 Euro. „Wir haben es jedem freigestellt“, erklärt Josef Wagner, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft. Wer verzichtete, bekam die 400 Euro in bar als Zuschuss. Was spendabel klingt, entspringt aber einer nüchternen Finanz-Abwägung. „Wir haben die Papierkosten hochgerechnet und gemerkt, dass eine Anschaffung auf Dauer günstiger kommt“, so Wagner.

Die VG-Gemeinde Greiling ging diesen Schritt nicht. Laut Wagner wollen und brauchen einige Ratsmitglieder kein Tablet. Vereinzelt nähmen sie ihre privaten Geräte her.

In Sachsenkam dagegen sind die Tablets regelmäßig im Einsatz, sagt Bürgermeister Hans Schneil. Wer keines habe, könne die Sitzungsunterlagen auch an der Leinwand verfolgen. 

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