Teilsperrung der B472

Straßenbaustellen im Tölzer Land

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Autofahrer dürfen sich auf neue Brücken und verbesserte Straßen im Tölzer Land freuen. Das alles muss aber erst einmal gebaut werden. An diesen Baustellen könnte es in den kommenden Tagen eng werden.

Nicht nur für Eltern können die Pfingstferien zum Stresstest werden, sondern auch für Bundesstraßen. Im Falle der B 472 sind die Verkehrsbelastungen konstant hoch. Deshalb bekommt ein besonders stark befahrenes Teilstück jetzt eine neue Asphaltdecke. Auf 4,2 Kilometern ab der Abzweigung nach Greiling entsteht seit 2. Mai Richtung Waakirchen eine Großbaustelle. Zwischen 17. und 25. Mai wird der Abschnitt bis Waakirchen/Fuchsloch komplett gesperrt – allerdings nur abends und nachts zwischen 19 und 6 Uhr und nur in Fahrtrichtung Waakirchen. In diesem Zeitraum werden die Asphaltarbeiten durchgeführt und zwei der drei Belag-Schichten komplett erneuert. Martin Glück vom Straßenbauamt Weilheim rechnet mit Verzögerungen: „Wir könnten Probleme mit der Witterung bekommen.“

In dieser Woche habe man bereits die Anschlussstelle zur Kreisstraße 13 saniert und dabei eine Verkehrsinsel installiert. Für die Sicherheit: „So ist die Einmündung besser erkennbar“, erklärt Glück. Saniert wird außerdem die Anschlussstelle zur Deponie-Straße. Insgesamt nimmt der Staat für die Maßnahme laut Straßenbauamt voraussichtlich 760 000 Euro in die Hand, der Landkreis beteiligt sich mit 80 000 Euro.

Während die Sanierung der B 472 noch am Anfang steht, wurde ein anderes Bundesstraßen-Projekt kürzlich abgeschlossen: Auf der B 13 wurde für Verkehrsteilnehmer, die aus Sachsenkam kommen, eine neue Linksabbiegespur installiert. Und zwar an der Abzweigung in die Kreisstraße Richtung Greiling. Die Bundesstraße wurde laut Glück an dieser Stelle um vier Meter verbreitert. Die Maßnahme gehört zum Verkehrsprogramm 2020 „Sichere Landstraße“, das sich an Unfallschwerpunkten orientiert.

Stillstand herrscht an der Baustelle Wildbachbrücke östlich von Stallau. „Wir müssen sieben Tage warten, bis sich der Beton erhärtet hat“, erklärt German Abenthum. Erst dann könne man die Oberfläche der Straße verdichten, um sie vor Salzwasser zu schützen. In zirka drei Wochen soll es auf der B 472 zwischen Bad Tölz und Bad Heilbrunn keine Verzögerungen mehr geben, sondern nur noch eine „minimale Fahrbahnverengung“. Laut Abenthum beginne man dann mit der Radwegbrücke.

Auch unterhalb des Sylvensteindamms wird eine Brücke erneuert. Wegen erheblicher baulicher Schäden braucht man einen komplett neuen Überbau, die sogenannte Fahrbahnplatte. Damit der Verkehr in dieser längeren Bauphase nicht zum Erliegen kommt, wird etwa 14 Meter isarabwärts eine Behelfsbrücke installiert. Derzeit laufen die Vorarbeiten für den „Verschub“, wie das Weilheimer Bauamt mitteilt. Die Widerlager und Pfeiler für die Behelfsbrücke und ein provisorisches Fundament werden bereitgestellt. Kosten der Gesamtsanierung: 2,5 Millionen Euro. Zwischen 9. und 10. Juni wird die Strecke halbseitig gesperrt, ab 20 Uhr des 10. Juni eine Vollsperrung errichtet. Bis 15. Juni müssen Isarwinkler über Waakirchen und Tegernsee zum Sylvenstein fahren. Straßenbauamtsleiter Michael Kordon hat aber „eine gewisse Hoffnung, dass wir früher wieder aufmachen können.“

Verzögerungen gibt es aktuell auch an der Bundesstraße 307 am Speichersees. Seit 12. April laufen Felssicherungsarbeiten. Ab der Einmündung der B 13 werden auf zirka 250 Metern Netze als Schutz vor Steinschlag angebracht.

Für Verspätungen sorgte in den letzten Wochen auch die gesperrte Autobahnauffahrt in Holzkirchen. Seit Mittwochabend kommt man dort wieder direkt auf die A 8. Auf der A 95 wird es noch zirka zwei Wochen dauern, bis die Sperrung der Anschlussstelle Schäftlarn aufgehoben werden kann. Die Fahrbahndecke wird auf sechs Kilometern in Richtung München erneuert. Die Hauptarbeiten waren laut einem Sprecher der Autobahndirektion Südbayern gestern Abend abgeschlossen.

Voran geht es auch beim Lahnerbach-Ausbau, einem Fünf-Millionen-Projekt, auf das man in Lenggries lange hingearbeitet hat. „Es läuft gut an“, berichtet Karl Ertl vom Gemeindebauamt. Zirka 40 Meter der Rohrleitung, die von der Brauneck-Talstation bis zur Isar führen soll, seien schon verlegt. Gerade habe man mit dem Auslaufbauwerk an einem Seitenarm der Isar begonnen. Man bemühe sich, auf der Bergbahnstraße „immer zumindest einen einspurigen Verkehr zu gewährleisten“, so Ertl. Ansonsten seien Umfahrungen ausgeschildert.

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