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Schluss mit Raserei : Eine einheitliche Geschwindigkeit von maximal 130 Stundenkilometern sind das Ziel der Grünen im Bundestag. 

Zum Vorstoß der Grünen

Tempolimit auf Autobahnen: Das sagen „Fridays for Future“-Kids und ein Porsche-Liebhaber 

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Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen? Dieses Thema spaltet derzeit die Meinungen. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gibt es klare Meinungen dazu.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Maximal 130 Stundenkilometer auf deutschen Autobahnen: Das will die Fraktion der Grünen im Bundestag durchsetzen. Auch im Landkreis wird das Tempolimit diskutiert.

„Bei uns gibt es mit der A95 die schnellste Autobahn Deutschlands“, sagt Grünen-Landtagsabgeordneter Hans Urban aus Eurasburg. Ständig gebe es Meldungen von Todesopfern, Schwerverletzten oder prekären Situationen für Rettungskräfte. „Auch ist ein zunehmender Autobahn-Tourismus zu beobachten.“ Erst vergangene Woche unterband die Polizei ein illegales Rennen. Neben der Unfallgefahr sei auch der Lärm unerträglich, so Urban. „Bei gleichmäßigem Tempo ist der Geräuschpegel weniger extrem und reißt die Leute nicht aus dem Schlaf.“ Dazu komme der geringere CO2-Ausstoß. „Das Limit ist eine logische Konsequenz“ – auch, um den Forderungen der jugendlichen Klimaschützer entgegenzukommen.

Tempo 130 „wäre ein Zeichen, dass nicht nur auf Autoindustrie Rücksicht genommen wird“

Einer davon ist Anian Dietl. Er engagiert sich in der „Fridays for Future“-Bewegung und befürwortet ein Tempolimit. „Wenn es nicht mehr auf PS ankommt, machen sich die Autobauer vielleicht Gedanken darüber, umweltschonendere Fahrzeuge zu bauen“, sagt er. Grundsätzlich sei das Tempolimit zwar keine Forderung der Bewegung, aber es könne zur Verkehrswende beitragen. „Tendenziell wird dann der Öffentliche Nahverkehr interessanter.“ Zudem sei es ein Zeichen, dass nicht nur auf die Bedürfnisse der Autoindustrie Rücksicht genommen werde.

Aktivistin zu Tempolimit auf Autobahnen: „Verbote haben immer einen faden Beigeschmack“

Katharina Brandhofer, eine der „Fridays for Future“-Pionierinnen im Landkreis, sieht den Vorteil eines Tempolimits vor allem darin, Unfälle zu minimieren. Gleichzeitig ist sie aber auch skeptisch. „Verbote haben immer einen faden Beigeschmack, weil Autoliebhaber dann eher auf die Klimaschutz-Bewegung schimpfen werden.“ Sie fände es sinnvoller, positive Anreize zu schaffen, wie etwa Elektromobilität oder Wasserstoffautos zu fördern.

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„Wir haben in Deutschland bereits ein Tempolimit“, sagt Rainer Tietz. Der Lenggrieser betrieb bis Anfang des Monats die Firma „rtCars“, bei der Auto-Liebhaber auf Porsche-Touren gehen konnten – aus privaten Gründen hat er den Betrieb eingestellt. „Auf den meisten Strecken gibt es Verkehrsleitsysteme, die die Geschwindigkeit regulieren“, so Tietz. „Es gibt nur wenige Stellen, auf denen schnell gefahren werden kann. Daher brauchen wir kein Verbot.“ Die ganze Debatte sei reine Augenwischerei.

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Bei den Touren mit Sportwagen, die er angeboten habe, sei es nicht um die Geschwindigkeit gegangen. „Es ging darum, die Landschaft und ein schönes Auto zu genießen.“ Wer wirklich einmal den Rausch der Geschwindigkeit fühlen wollte, für den hatte Tietz das Angebot auf einer Rennstrecke zu fahren. „Ich selbst fahre einen langsamen, alten Wagen und bin sehr zufrieden damit“, sagt er lachend.

Nachdem in Unterfranken ein Herr einen Unfall mit einem Mann verursacht hatte, ergab sich eine Verfolgungsjagd - bis Polizei kommt.

Illegale Autorennen leben von unbegrenzter Geschwindigkeit, wie diese Geschichte beweist.

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